Branche: Deutsche Bank kauft Norisbank-Filialen

- Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank wird Finanzkreisen zufolge die 98 Filialen der Norisbank mit deren 350 000 Kunden von der DZ Bank kaufen. Der Kaufpreis werde im unteren Bereich zwischen 400 und 500 Millionen Euro liegen, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Eine entsprechende Einigung der beiden Institute werde noch heute erwartet. Die Gespräche mit der Commerzbank, die zuletzt als Favorit in dem Bieterwettstreit um die Norisbank galt, seien ergebnislos abgebrochen worden, bestätigten die Branchenkreise einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Die Deutsche Bank übernehme zudem die Marke "Norisbank", hieß es in den Kreisen weiter. Die Marke "EasyCredit" dagegen, die vor allem für das Geschäft mit Ratenkrediten steht, verbleibe im DZ-Verbund. Auch alle , sondern weiterhin zum DZ-Verbund gehören. Die Deutsche Bank lehnte einen Kommentar zum Verkauf zunächst ab. Auch die im Bieterwettstreit unterlegene Commerzbank wollte sich nicht äußern.

Für die Entscheidung zugunsten der Deutschen Bank sei nicht allein der Preis ausschlaggebend gewesen, verlautete aus den Finanzkreisen weiter. Eine wichtige Rolle habe gerade auch die Frage gespielt, welche Teile verkauft würden und welche bei der DZ Bank verbleiben sollen. "Gemessen an der Komplexität der Transaktion ist diese sehr gut gelungen", hieß es in den Kreisen.

Die Deutsche Bank hatte bereits vor kurzem die Berliner Bank für 680 Millionen Euro erworben und so ihr Privatkundengeschäft in Deutschland gestärkt. Das Institut hatte zuletzt immer wieder betont, hierzulande im Bereich Ratenkredite weiter wachsen zu wollen.

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