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Bananengroßhändler in neuen Händen: Zwei brasilianische Geschäftsleute übernehmen "Chiquita".

Bananen-Deal

Brasilianische Geschäftsmänner kaufen Chiquita

Chartlotte - Nach der geplatzten Fusion mit dem Konkurrenten Fyffes bekommt der US-Bananengroßhändler Chiquita neue Besitzer: Die brasilianischen Geschäftsmänner José Luís Cutrale und Joseph Safra übernehmen den Obstspezialisten.

Über den Kauf des Banengroßhändlers informierten beide Seiten am Montag gemeinsam. Chiquita hat demnach eine Fusionsvereinbarung mit den Unternehmen Cutrale und Safra, die jeweils ihrem Namensgeber gehören, vereinbart. Das Geschäft hat ein Gesamtvolumen von 1,3 Milliarden Dollar (1,03 Milliarden Euro).

Der Chiquita-Verwaltungsrat nahm den Angaben zufolge das letzte Angebot von Cutrale und Safra an, das sich auf 14,50 Dollar pro Aktie belief. Demnach ist der Bananen-Riese 681 Millionen Dollar wert. Hinzu kommen noch die Nettoschulden des Unternehmens. Chiquita wird den Plänen zufolge als Tochter von Cutrale und Safra den Hauptsitz im US-Bundesstaat New Jersey haben. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Am Freitag hatten die Chiquita-Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung die Fusion mit dem Konkurrenten Fyffes abgelehnt. Mit diesem Zusammenschluss wäre der weltgrößte Bananenhändler entstanden. Chiquita wollte den Sitz des geplanten Gemeinschaftsunternehmens nach Irland verlegen, um kräftig Steuern zu sparen.

Die Ablehnung der Pläne am Freitag machte den Weg frei für Cutrale und Safra. Der Cutrale-Konzern ist vor allem für seinen Orangensaft bekannt und handelt zudem mit verschiedenen Früchten wie Pfirsichen, Äpfeln und Zitronen. Die Safra-Gruppe ist ein Investmentfonds, der weltweit rund 200 Milliarden Dollar angelegt hat. Gründer und Milliardär Joseph Safra besitzt landwirtschaftliche Flächen sowie Immobilien und ist im Banksektor aktiv. Ihm gehören Geldinstitute in den USA, Brasilien und der Schweiz.

AFP

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