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Das Mini-Werk in Oxford.

Auswirkungen auf Freistaat

Darum trifft der Brexit Bayern besonders hart

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London/München - Theresa May hat einen „harten Brexit“ angekündigt. Doch was genau bedeutet das für Bayern? Und welches Unternehmen trifft es im Freistaat besonders heftig?

Großbritannien ist nach den USA der zweitwichtigste Exportmarkt Bayerns (bundesweit nach den USA und Frankreich der drittwichtigste). Deutsche Firmen lieferten Waren im Wert von rund 89 Milliarden Euro ins Vereinigte Königreich – darunter Güter im Wert 15,5 Milliarden Euro aus Bayern. Die Produkte kommen hauptsächlich aus der Autoindustrie, dem Maschinenbau und der Elektroindustrie. 

Besonders hart dürfte ein Ausscheiden der Briten aus Binnenmarkt und Zollunion BMW treffen: Der Münchner Autobauer hat vier Werke auf der Insel, das größte davon ist das Mini-Werk in Oxford, wo rund 4000 Mitarbeiter mehr als 200.000 Fahrzeuge wie den Mini Hatch und den Mini Clubman jährlich produzieren. „Trotzdem machen wir erst mal weiter wie bisher“, sagt BMW-Sprecherin Emma Begley zur tz – zumal die Brexit-Verhandlungen noch nicht begonnen hätten und die Auswirkungen deshalb überhaupt nicht abzusehen seien. „Das Vereinigte Königreich bleibt aber ein wichtiger Markt für uns – und der einzige Standort, an dem wir für alle Konzernmarken produzieren“, so Begley. 

Bertram Brossardt von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft warnte gegenüber der tz, ohne die Briten werde der EU-Binnenmarkt „deutlich an Gewicht verlieren“. Ein Rosinenpicken, zum Beispiel mit Beibehaltung bestimmter EU-Privilegien, dürfe es trotzdem nicht geben.

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