Briefkästen in Bayern bleiben leer - Postzusteller streiken

Nürnberg/Augsburg - Im Tarifstreit mit der Deutschen Post hat die Gewerkschaft ver.di ihre Warnstreiks am Mittwoch auf ganz Bayern ausgeweitet. Mehr als 2000 Postbeschäftigte hätten ihre Arbeit niedergelegt, sagte ver.di-Fachbereichsleiter Anton Hirtreiter. Zahllose Haushalte in Augsburg, Nürnberg, Würzburg und anderen Städten erhielten keine Post. "Die meisten Briefkästen blieben leer", sagte Hirtreiter.

Rund 1,8 Millionen Briefe, vier Millionen Postwurfsendungen und 140 000 Pakete seien liegengeblieben, sagte er. Die Post bezeichnete diese Zahlen als übertrieben und sprach von einigen hunderttausend Postsendungen, die nicht zugestellt werden konnten. Dies werde aber spätestens Donnerstag nachgeholt, sagte ein Sprecher in Bonn.

Von den Warnstreiks waren laut ver.di die Verteilzentren Augsburg, Bayreuth, Freising, Nürnberg, Rosenheim, Straubing und Würzburg betroffen. In Nürnberg versammelten sich nach Angaben der Gewerkschaft am Morgen rund 150 Teilnehmer zu einer Kundgebung. "Die Stimmung war hervorragend", sagte Hirtreiter. Am Dienstag hatten die Postzusteller bereits in München gestreikt und einen großen Teil der Briefe nicht ausgeliefert.

Für die kommenden Tage seien keine weiteren Protestaktionen im Land geplant. "Wir denken, bei der Post ist das Zeichen angekommen", sagte Hirtreiter. Nun wolle man die Tarifverhandlungen am 9. April in Köln abwarten. Sollte dann keine Einigung erzielt werden, "legen wir noch mal mächtig drauf", kündigte Hirtreiter an. Die Gewerkschaft fordert einen besseren Kündigungsschutz und eine Beschränkung der Arbeitszeit für Beamte.

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