+
Ein Standardbreif kostet derzeit 58 Cent.

Bundesnetzagentur hat das letzte Wort

Post will Briefporto nur maßvoll steigern

Bonn - Das Briefporto bei der Post soll auch in den nächsten fünf Jahren weniger stark steigen als die Inflationsrate.

Das sehen die am Montag veröffentlichten Pläne der Bundesnetzagentur für die künftige Preisgestaltung des „gelben Riesen“ ab 2014 vor. Der Ex-Monopolist unterliegt im Briefbereich noch immer staatlicher Regulierung. Preisänderungen bei Briefsendungen bis zu einem Gewicht von 1000 Gramm muss sich das Unternehmen stets vorab von der Bundesnetzagentur genehmigen lassen.

In die Berechnungen der Aufsichtsbehörde fließen dabei die Inflationsrate, aber auch die erwarteten Produktivitätsfortschritte bei der Post ein. Die den Briefmarkt beeinflussende Digitalisierung und der allgemeine Rückgang der Briefsendungen im Privatbereich schränkten den Spielraum der Post ein, weitere Produktivitätserhöhungen zu realisieren, betonte die Aufsichtsbehörde.

Entscheidung fällt Ende November

Der Produktivitätsfortschritt werde daher mit 0,2 Prozent geringer ausfallen als in den Vorjahren. Doch müsse auch dieser geringe Produktivitätsfortschritt bei der Preisgestaltung berücksichtigt werden, so dass der Preiserhöhungsspielraum der Deutschen Post geringer ausfalle als der Anstieg der allgemeinen Verbraucherpreise.

Die Post, aber auch Wettbewerber und Verbraucherschützer haben nun noch Gelegenheit, sich zu den Plänen der Aufsichtsbehörde zu äußern. Ihre endgültige Entscheidung will die Bundesnetzagentur Ende November verkünden. Erst zum Jahresbeginn hatte die Post erstmals nach über 15 Jahren das Porto für einen Standardbrief angehoben: um 3 auf 58 Cent.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mehr als zehn Interessenten buhlen um Air Berlin
Für die insolvente Air Berlin gibt oder gab es offenbar deutlich mehr Interessenten als bisher bekannt. „Wir haben mit mehr als zehn Interessenten gesprochen, darunter …
Mehr als zehn Interessenten buhlen um Air Berlin
Analyse: Viele Haushalte mussten mehr heizen
Eschborn (dpa) - Wegen der kühlen Witterung in den Wintermonaten des Jahres 2016 mussten viele Haushalte in Mehrfamilienhäusern laut einer Analyse mehr heizen als im …
Analyse: Viele Haushalte mussten mehr heizen
Stromnetz nicht vorbereitet für Ausbreitung von E-Autos
Der Bund erwartet eine EU-Quote für Elektroautos - doch das ächzende deutsche Stromnetz ist auf eine massenhafte Verbreitung von E-Mobilen gar nicht vorbereitet. Eng …
Stromnetz nicht vorbereitet für Ausbreitung von E-Autos
Dobrindt wirbt für Umtauschprämien der Autobauer
Damit die Luft in Städten besser wird, sollen alte Diesel runter von der Straße - das war ein Ergebnis des Dieselgipfels. Autobauer bieten Prämien für Kunden, die sich …
Dobrindt wirbt für Umtauschprämien der Autobauer

Kommentare