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Luxus-Uhren von Omega: Großbritannien ist für die Schweizer Uhrenhersteller der fünftgrößte Exportmarkt. Foto: Georgios Kefalas/KEYSTONE/dpa

Lieferengpässe wegen Brexit?

Briten hamstern Schweizer Uhren

Biel (dpa) - Infolge des Brexit-Chaos ist der Export von Schweizer Uhren nach Großbritannien seit Jahresbeginn deutlich angestiegen.

Wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie in Biel mitteilte, konnte die Ausfuhr nach Großbritannien im März um 76 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden.

Die Briten bauten Vorräte auf, weil nicht klar sei, ob auch im Fall eines harten Brexits weiter geliefert werden könne, sagte Verbandsexperte Philippe Pegoraro.

Großbritannien und das Nicht-EU-Land Schweiz hätten zwar Handelsvereinbarungen, die vom Brexit nicht betroffen wären. Der EU-Austritt der Briten könne aber zu logistischen Problemen bei den Lieferungen führen, sagte Pegoraro der Deutschen Presse-Agentur.

"Unsere Produkte müssen mit Lastwagen durch Frankreich geliefert werden." Bei einem harten Brexit ohne Abkommen zwischen der EU und Großbritannien erwartet der Verband eine deutlich kompliziertere Zollabfertigung zwischen Frankreich und Großbritannien.

Die Exporte sind laut Pegoraro bereits seit Januar deutlich angestiegen. Damals deutete noch vieles auf einen Austritt Großbritanniens Ende März hin. Inzwischen haben sich die verbleibenden 27 EU-Staaten darauf verständigt, den Briten einen Aufschub bis Ende Oktober zu gewähren. Ein früherer Brexit ist aber möglich, wenn die zerstrittene britische Politik sich auf einen Kompromiss zu den künftigen Beziehungen mit der EU einigt.

Weltweit wurden im März Schweizer Uhren im Wert von 1,49 Milliarden Euro exportiert - ein Plus von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Großbritannien ist für die Schweizer Uhrenhersteller der fünftgrößte Exportmarkt.

Monatsanalyse des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie

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