Britische Träume vom "fliegenden Zug"

- München/London - Das Projekt läuft unter dem Namen "flying train", fliegender Zug. In Großbritannien wird auf höchster Ebene intensiv eine neue, 800 Kilometer lange Transrapid-Strecke diskutiert. Den deutschen Konzernen Siemens und Thyssen-Krupp winkt ein milliardenschwerer Auftrag. Auch neue Nachrichten aus den USA und der Golfregion machen Hoffnung.

<P>Die britische Regierung erwägt, London, Birmingham, Manchester, Leeds, Newcastle, Edinburgh und Glasgow per Transrapid zu verbinden. Premierminister Tony Blair ließ sich in seinem Amtssitz persönlich über die Trasse informieren. Finanzminister Gordon Brown flog nach Schanghai, um auf der bisher weltweit einzigen kommerziellen Strecke den Transrapid Probe zu fahren.<BR><BR>Zusammen mit britischen Beratern hat das Konsortium Transrapid International (TRI) - dahinter stehen Siemens und Thyssen-Krupp - in den vergangenen 18 Monaten eine Vorstudie erstellt. Auf Stelzen und durch existierende Tunnels soll der Transrapid durch das hügelige Land rasen. London-Glasgow: drei Stunden. Der Inlandsflugverkehr werde damit überflüssig, frohlockt die Zeitung "Guardian". Kosten: mindestens 24 Milliarden Euro plus Grundstückspreise. Ab 2007 könnte theoretisch gebaut werden. Bisher gilt das britische Schienensystem als rückständig.<BR><BR>Teile der Voruntersuchung stehen im Internet. "Entscheidend ist jetzt, zu einer Machbarkeitsstudie zu kommen", sagte ein TRI-Sprecher unserer Zeitung: "Wir rechnen damit."<BR><BR>Gute Nachrichten kommen auch aus der Golfregion. Der Premierminister Katars kommt in einer Woche nach Berlin. Eines der Themen: die Transrapid-Strecke am Golf. Das Interesse ist konkret. Experten aus der Region waren im Mai zu Besuch an der Teststrecke im Emsland. Man verhandele hier sehr ernsthaft, sagt ein TRI-Sprecher.<BR><BR>Weit gediehen sind die Planungen auch für drei kürzere Strecken in den USA. Die Machbarkeitsstudien seien schon gemacht, heißt es bei TRI. Derzeit werde ein Gesetz über die nötigen Haushaltsmittel beraten: "Wir erwarten die Beschlüsse wöchentlich." Auch in den Niederlanden werde derzeit eine Transrapid-Ausschreibung vorbereitet.</P><P>www.500kmh.com<BR><BR>www.transrapid-international.de</P>

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