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Wirtschaftsminister Rainer Brüderle sieht den Aufschwung  durch die Irland-Krise nicht gefährdet.

Brüderle: Aufschwung durch Irland nicht in Gefahr

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sieht den Wirtschaftsaufschwung in Deutschland durch die Irland-Krise nicht bedroht.

Der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland ist nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) durch die Irland-Krise nicht in Gefahr. Brüderle sagte der Online-Ausgabe der “Bild“-Zeitung (Montagausgabe): “Sollten Hilfen für Irland fließen, werden diese den Aufschwung in Deutschland nicht gefährden.“ Liquidität durch den EU-Rettungsschirm sei aber nur das Eine. “Daneben muss Irland konsequent Anstrengungen unternehmen, damit seine Wirtschaft wettbewerbsfähiger wird“, sagte Brüderle und fügte hinzu, er habe keinen Zweifel, dass Irland das gelingen werde.

Der CDU-Wirtschaftsexperte und stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs, forderte von Irland indirekt Steuererhöhungen zur Bewältigung seiner Krise. Fuchs sagte der Zeitung: “Irland hat durch seine niedrige Körperschaftssteuer etliche Firmen angelockt. Es kann aber nicht sein, dass Irland Hilfe aus europäischen Finanztöpfen bekommt, aber seine Bürger und Firmen viel niedriger besteuert als andere europäische Länder wie etwa Deutschland.“

Der Chef-Volkswirt der Allianz, Michael Heise, verlangte von den Euro-Ländern weitere Reformanstrengungen um die Finanzmärkte nachhaltig zu beruhigen. Heise sagte der Zeitung: “Der Rettungsfonds der Euro-Länder kann nur Zeit kaufen. Am Ende liegt die Verantwortung bei den Ländern selbst. Sie müssen notwendige Reformen erfolgreich umsetzen. Nur das wird die Märkte langfristig beruhigen.“ Am Sonntag hat Irland einen offiziellen Antrag auf Unterstützung aus dem Euro-Rettungsschirm gestellt. Die EU-Finanzminister begrüßten das Gesuch. Der Schritt sei notwendig, um die Finanzstabilität in der EU und der Euro-Zone zu gewährleisten. Der irische Ministerpräsident Brian Cowen sprach von Hilfen von weniger als 100 Milliarden Euro für notleidende Banken.

dapd

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