Brüssel geht gegen Apple wegen "iTunes" vor

Kartellverfahren eingeleitet: - Brüssel - Die EU-Kommission geht gegen den US-Computerkonzern Apple und große internationale Plattenfirmen wegen Marktabschottung in Europa vor. Wie die EU-Behörde in Brüssel bestätigte, leitete sie dazu Kartellverfahren ein.

Die Wettbewerbshüter werfen den Unternehmen vor, dass Kunden Online-Musik nur auf der "iTunes"-Interseite ihres jeweiligen Heimatlandes einkaufen können. Wer beispielsweise auf der belgischen Seite bestellen wolle, müsse eine Kreditkarte einer in Belgien ansässigen Bank haben.

Der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte, es seien die großen Musikkonzerne betroffen. Namen nannte er nicht. Nach Angaben der britischen Tageszeitung "The Financial Times" sind dies Universal, Warner, EMI und Sony BMG.

Laut Sprecher liegen die "iTunes"-Preise für ein Musikstück zum Herunterladen in Großbritannien um 18 Prozent höher als in den Ländern des Euro-Gebiets. Für Dänemark betrage der Preisunterschied zum Euro-Gebiet acht Prozent. Auslöser für das Einschreiten Brüssels war eine Wettbewerbsbeschwerde der britischen Verbraucherschutzorganisation.

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