Grenfell-Tower: Brandursache steht jetzt fest

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Brüssel setzt Öffnung von Alstom durch

- Brüssel/Paris - Als Preis für milliardenschwere Subventionen muss Frankreich den angeschlagenen Technologiekonzern Alstom innerhalb von vier Jahren für Konkurrenten öffnen. Damit werde der freie Wettbewerb in Europa gesichert, erklärte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti in Brüssel. Ob der deutsche Siemens-Konzern bei Alstom zum Zuge kommt, ist weiter unsicher.

Die EU-Kommission bezifferte den von ihr Monate lang geprüften Rettungsplan der französischen Regierung nicht. Nach Expertenangaben hat das Paket mit verschiedenen Subventionen einen Umfang von etwa drei Milliarden Euro. Der französische Staat muss sich spätestens nach vier Jahren wieder von Alstom zurückziehen. Paris will mit bis zu 31,5 Prozent einsteigen. Alstom stellt den Hochgeschwindigkeitszug TGV, Turbinen und Schiffe her.<BR><BR>Die von der Kommission durchgesetzten industriellen Partnerschaften betreffen die Sparten Energieerzeugung und Bahntechnik. Innerhalb von vier Jahren müssen ein oder mehrere Partner gefunden werden. Alstom gibt auch Randbereiche mit einem Umsatz von 1,6 Milliarden Euro ab. "Damit wird die Größe des Konzern um weitere zehn Prozent vermindert, zusätzlich zu den 20 Prozent, die bereits den laufenden Sanierungsplan betreffen", schrieb die Kommission.<BR><BR>Alstom verbuchte wegen schwacher Auftragslage im ersten Quartal 2004/2005 Umsatzeinbußen. Mit 3,31 Milliarden Euro sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent, teilte das Unternehmen mit. Gleichzeitig stieg das Auftragsvolumen um 41 Prozent auf 3,94 Milliarden Euro. Diese Entwicklung sei ermutigend und besonders den Bereichen Energie, Umwelt und Transport zu verdanken, sagte Alstom-Chef Patrick Kron.<BR><BR>Die neuen Partner von Alstom dürfen nicht vom französischen Staat kontrolliert sein. Paris muss der Kommission alle drei Monate über den Fortschritt bei der Partnersuche berichten. Die französische Regierung verpflichtete sich auch gegenüber der Kommission, den Heimatmarkt für die Ausrüstung von Eisenbahnmaterial für mehr Wettbewerb zu öffnen.<BR>

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