Brussels Airlines: Keine Jobgarantie

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Brüssel (dpa) - Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines hat vor dem geplanten Einstieg der Lufthansa jede Jobgarantie für ihre rund 3000 Beschäftigten abgelehnt. Das Unternehmen müsse vielmehr einen konsequenten Sparkurs halten, sagte Firmensprecher Geert Sciot in Brüssel.

Er reagierte damit auf einen Bericht der flämischen Wirtschaftszeitung "De Tijd", wonach die Gesellschaft ihrer Belegschaft tags zuvor Arbeit für die kommenden zwei Jahre garantiert habe.

"Wir haben den Arbeitnehmervertretern in der Sitzung des Betriebsrats keine solche Garantie gegeben", sagte Sciot. Wegen der Konjunkturlage und der hohen Treibstoffpreise könne keine Fluggesellschaft das tun. "Und Brussels Airlines kann auch keine solchen Verpflichtungen eingehen", fügte der Unternehmenssprecher hinzu. Die Airline tue alles, um ein tragfähiges Geschäftsmodell aufrechtzuerhalten: "Eine Allianz mit einer anderen Fluggesellschaft, eine strikte Kontrolle der Kosten und eine Erhöhung der Einnahmen sind zentrale Elemente dieser Strategie."

Die Lufthansa hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass sie für 65 Millionen Euro zunächst 45 Prozent des Kapitals von Brussels Airlines übernehmen will. Nach zwei Jahren kann die Lufthansa den Rest der Aktien kaufen. "Wir hoffen insbesondere, dass es im Fall einer vollständigen Übernahme keine Arbeitsplatzverluste in Belgien geben wird", sagte der Gewerkschaftsvertreter Olivier Debecker.

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