Büroimmobilien: Markt vor Trendwende

- München - Wer 2006 in ein schöneres Büro einziehen will, sollte sich umsehen und bald mieten. Der Bürovermietungsmarkt München hat seinen "zyklischen Wendepunkt erreicht", sagt Peter Eder vom Immobilienunternehmen Jones Lang LaSalle. Der Leiter der Marktforschung des Immobilienverbandes Süd, Stephan Kippes bemerkt, dass die "allmähliche Stabilisierung weitergeht".

Für DTZ Zadelhoff hat "eine Bodenbildung stattgefunden". Eder erwartet steigende Mieten, der Spitzenwert werde für erstklassige Einheiten von 27 auf 28 Euro pro Quadratmeter und Monat steigen.

Die Trendwende hat eine Ursache: es kommt nichts Neues nach. Die Marktanalysen der Vermietungsunternehmen haben ergeben, dass das Wachstum des Angebots gestoppt ist, während wieder mehr Flächen gefragt sind. Der Leerstand liegt, so Jones Lang LaSalle, derzeit bei 1,9 Millionen Quadratmetern. Das sind 11 Prozent. Für 2006 rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang auf 10 Prozent.

Die KanAm-Gruppe, die weltweit für ihre Fonds in Immobilien investiert, verspürt auf dem Münchner Markt eine "deutliche Stimmungsverbesserung", stärker als in Frankfurt oder Düsseldorf. Die Gruppe hat unter anderem die High-Light Towers im Münchner Norden errichtet.

Diese seien bereits zu 55 Prozent vermietet. 2005 war München laut Eder unter den fünf deutschen Immobilienhochburgen Spitzenreiter bei den Vermietungen gewesen. Knapp 600 000 Quadratmeter Fläche seien vermietet worden, das sei das beste Ergebnis seit 2001 gewesen. Die Branche ist zuversichtlich, in diesem Jahr die 600 000 Quadratmeter vermietete Fläche übertreffen zu können.

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