Büromieten in Bayern ziehen leicht an

- München - Wer im Freistaat Büroräume anmieten will, muss derzeit mit leicht steigenden Mietpreisen rechnen. Das teilte der Immobilienverband Deutschland (IVD) Süd in München mit. Mietpreissteigerungen gebe es für alle Bürogebäude unabhängig von ihrer Lage, Infrastruktur oder Raumqualität, sagte der Landesvorsitzende des IVD Süd, Johannes Schneider.

Die Mietkosten pro Quadratmeter Bürofläche stiegen zwischen Herbst 2004 und Herbst 2005 um 1,1 Prozent auf 4,70 Euro für Büroräume mit einfachem Nutzungswert, Büros mit mittlerem Nutzungswert kosteten im Herbst 2005 6,10 Euro/qm (plus 3,4 Prozent), Objekte mit gutem Nutzungswert liegen bei 7,50 Euro/qm (plus 2,8 Prozent). In München sind vor allem Büros mit repräsentativem Erscheinungsbild und hervorragender Ausstattung in guter Lage gefragt. Hier stieg der Mietpreis pro Quadratmeter im Vergleichszeitraum um 5,7 Prozent auf 14,80 Euro.

Bei den Mietpreisen für Ladenlokale kommt es in Bayern derzeit zu einer so genannten Lagepolarisierung: Während Objekte in 1a-Geschäftslagen (z.B. Kaufingerstraße, Maximilianstraße) seit Jahren steigende Mietpreise verzeichneten, seien Ladenlokale in weniger prominenten Lagen nach kräftigen Preisrückgängen deutlich abgeschlagen, sagte Stephan Kippes vom IVD-Marktforschungsinstitut.

Besonders tief in die Tasche greifen die Einzelhändler in München. Für kleinere Läden (60 qm) in 1a-Lage stieg der Mietpreis mit 210 Euro/qm auf den höchsten Stand seit zehn Jahren (plus 5 Prozent). Auch die Mieten für große Ladenlokale (150 qm) in den Haupteinkaufsstraßen der bayerischen Landeshauptstadt liegen mit 150 Euro/qm auf Rekordniveau (plus 3,4 Prozent).

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