Wer Bugatti fährt, der muss sich um Geld hoffentlich keine Sorgen mehr machen. Schließlich liegt allein der Ölwechsel beim Wert eines Neuwagens.
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Wer Bugatti fährt, der muss sich um Geld hoffentlich keine Sorgen mehr machen. Schließlich liegt allein der Ölwechsel beim Wert eines Neuwagens.

Astronomischer Preis

Bugatti Veyron: Ölwechsel so teuer wie ein neuer VW Golf

Bugatti gilt als Inbegriff von Luxus. Doch mit den Anschaffungskosten ist es noch lange nicht getan. Bei vielen Autofans dürfte bereits der Preis für einen Ölwechsel im Super-Sportler für Schnappatmung sorgen.

Molsheim - Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen neuen Bugatti zuzulegen, der macht sich um Geld in der Regel eher weniger Sorgen. So werden etwa für den Bugatti Veyron geschätzte zwei bis drei Millionen Euro fällig - ohne Extrawünsche des neuen Besitzers. Mit dem Kaufpreis ist es allerdings noch lange nicht getan. Schließlich fallen auch für einen Supersportwagen der obersten Klasse Unterhaltskosten an.

Teures Vergnügen: Der Bugatti Veyron.

Und spätestens beim nächsten Werkstattbesuch dürften sich auch Millionäre wünschen, sie wären inzwischen Milliardäre. Schließlich kostet laut einer von der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA veröffentlichten Liste allein ein neuer Turbolader 6.400 Dollar. Für dessen Einbau werden dann Arbeitsstunden in Höhe von 9.000 Dollar fällig. Ein Satz neuer Felgen schlägt mit 50.000 Dollar zu Buche. Ein teurer Spaß, denn der Hersteller weist die Besitzer laut eines Berichts von motorbild.de an, diese aufgrund der Belastungen beim Fahren „regelmäßig“ zu wechseln.

Bugatti Veyron: Ölwechsel zum Preis eines Golf VIII

Besonders absurd mutet der Ölwechsel an. Dieser kostet in deutschen Werkstätten laut ADAC durchschnittlich zwischen 50 und 150 Euro. Beim Bugatti Veyron wird da schnell mal das mehr als 150-fache fällig. Wie 24.auto.de berichtet*, zahlt man für diesen Service in einer Bugatti-Werkstatt bis zu 20.000 Euro. Zufällig ziemlich genau der Preis, den Volkswagen für das Basismodell des Golf VIII verlangt.

Der Grund für die hohen Ölwechsel-Kosten liegt in der speziellen Bauweise des Bugatti Veyron. Laut 24.auto.de macht es der eng zugebaute W16-Mittelmotor den KFZ-Mechanikern sehr schwer, die nötigen Schritte ohne enormen Arbeitsaufwand durchzuführen.

Bugatti Veyron: 27 Stunden Werkstatt-Stunden für einen Ölwechsel

So ist es etwa nötig, nahezu das halbe Auto zu zerlegen. Auf einer speziellen Vorrichtung wird der Bugatti Veyron angehoben, um dann den flachen Unterboden abschrauben zu können. Anschließend werden die Heckräder abgenommen, die hintere Stoßstange und die Kotflügel-Innenverkleidung demontiert. Dann erst werden die Motorraum-Abdeckung und der Heckspoiler entfernt - um abschließend den kompletten hinteren Teil der Carbon-Karosserie abnehmen zu können.

Nachdem die Mechaniker dadurch endlich Zugang zu den 16 Ablassschrauben erhalten haben, kann das Öl abgelassen und durch neues ersetzt werden. Sind die 15 Liter Motoröl getauscht, müssen die Einzelteile wieder montiert werden. Insgesamt werden dafür 27 Werkstatt-Stunden veranschlagt - sicher ein Grund für den ein oder anderen Bugatti-Fahrer, selbst Hand anlegen zu wollen. Schließlich bleibt nur reich, wer sein Geld nicht mit vollen Händen zum Fenster hinaus wirft. (PB)

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