Bugatti Veyron in der Autostadt in Wolfsburg. Der Bolide der VW-Tochter hat 1001 PS.
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Bugatti Veyron in der Autostadt in Wolfsburg. Der Bolide der VW-Tochter hat 1001 PS.

„Vier Starts, vier Siege“

Bugatti vs. Tesla: Video zeigt spektakuläres Duell - es gibt überraschend klaren Sieger

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
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Im Duell mit Verbrennern machen E-Autos weiter Boden gut. Auch bei den Fahrleistungen sind die Stromer stark unterwegs. Aber ob es schon gegen Top-Verbrenner reicht? Ein Test gibt Aufschluss.

  • Die Automobil-Branche steht angesichts des Siegeszugs von E-Autos vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte.
  • Zwar liegen die klassischen Verbrenner in Disziplinen wie Reichweite oder Preis häufig noch vor ihren Herausfordern.
  • Aber die Aufholjagd läuft. Wie weit die Stromer inzwischen sind, zeigt jetzt ein populäres Video auf Youtube.
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München – In der Autowelt galten viele Jahre lang ein paar einfache Gewissheiten. Wer schnell fahren wollte, brauchte viel PS. Wer schneller unterwegs sein wollte, noch mehr Pferdestärken - und wer alle anderen abkochen wollte, kaufte sich halt einen Lamborghini oder Porsche. Doch mit dem Siegeszug der E-Autos hat der Jahrzehnte alte Dreiklang aus PS, Drehzahl und Drehmoment üble Kratzer abbekommen.

Das liegt an der Technik. Während herkömmliche Diesel oder Benziner konstruktionsbedingt etwas Anlauf brauchen, um ihre maximale Leistung abzuliefern, liegt bei den Stromern das volle Drehmoment schon beim Anfahren an. Kein Wunder, dass selbst aufgebohrte Verbrenner immer häufiger gegen die E-Power-Fraktion den Kürzeren ziehen.

Bugatti: Vier Stromer gegen die Verbrenner-Ikone aus dem VW-Konzern

Auf einem ehemaligen Flughafen bei Park City im US-Bundesstaat Utah hat der bekannte Youtuber TheStradman jetzt das ultimative Verbrenner-Stromer-Duell organisiert und dazu schweres Gerät aufgefahren. In der Versuchsanordnung: Ein Bugatti Veyron mit vier Turboladern, 16 Zylindern und grotesk anmutenden 1001 PS und vier E-Sportler vom Branchenprimus Tesla.

Erst knöpft sich der bekennende Supercar-Fan den eher hausbackenen Tesla Model 3 Performance vor, der im Startbahn-Sprint gegen den PS-Boliden der VW-Tochter nicht den Hauch einer Chance hat. Dann erwischt es ein Model X, das mit dem Bugatti zwar ein paar Meter mithalten kann. Doch dann knallen die vier Turbolader des Verbrenners rein und der violett-farbene Veyron lässt den Tesla stehen, als hätte jemand bei dem SUV unterwegs das Ladekabel gezogen.

Zum finalen Showdown fordert TheStradman, dessen Need-for-Speed-Kanal immerhin knapp drei Millionen Follower hat, den „weltweit schnellsten Tesla“ heraus. Es ist ein Model S P100D mit der allerneuesten Software an Bord. Laut Autotests rast der E-Hypersportler mit seinen 789 PS in 2,5 Sekunden von Null auf 100.

Bugatti: Verbrenner mit Turbo-Laderakete

Zum Start kocht der Power-Stromer den Verbrenner vom Alten Kontinent zwar um fast zwei Autolängen ab, was der Tesla-Fahrer mit ungläubigem Staunen quittiert. Aber nach dem Zünden der Turbolader-Rakete im Bugatti sieht auch der Herausforderer des kalifornischen E-Autopioniers kein Land mehr. „Vier Starts, vier Siege“, jubelt der Youtuber euphorisiert.

Doch auch das Verbrenner-Quadruple aus der Wüste von Utah dürfte wohl nur eine Moment-Aufnahme sein. Schon im kommenden Jahr will Tesla-Boss Elon Musk einen Roadster für Geschwindigkeits-Junkies nachschieben. Auch das US-Start-up Lucid will im Kampf mit den Verbrenner-Traditionalisten ein Ausrufezeichen setzen. Im zweiten Quartal 2021 wollen die Kalifornier den Lucid Air ins Rennen schicken. Die 161.500 Dollar teure Limousine kommt mit Allrad-Antrieb - und 1080 PS. Dann könnten auch die vier Turbos des Bugatti Veyron allmählich Schnappatmung kriegen.

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