Bund erwartet 1,7 Prozent Wachstum und weniger Arbeitslose

Konjunktur I: - Berlin - Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent und einem Rückgang der Arbeitslosenzahl um fast eine halbe Million. Das geht aus dem Entwurf für den neuen Jahreswirtschaftsbericht hervor. "Die Zeichen stehen gut, dass sich der Aufschwung auch in diesem Jahr fortsetzt", heißt es in dem Bericht, der im "Wirtschaftskabinett" erörtert wurde und am 31. Januar offiziell vorgelegt werden soll.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde im Jahresdurchschnitt 2007 um 1,7 Prozent zunehmen nach 2,5 Prozent im vergangenen Jahr. Damit bleibt die Bundesregierung gegenüber teils optimistischeren Prognosen zum Wirtschaftswachstum bei einer eher konservativen Vorhersage.

Die Zahl der Arbeitslosen werde sich 2007 voraussichtlich um rund 480 000 Personen gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt verringern, heißt es weiter. "Die Erwerbstätigkeit belebt sich weiter und steigt im Jahresdurchschnitt um 300 000 Personen." Die Arbeitslosenquote werde von 10,8 auf 9,6 Prozent sinken.

Die Bundesagentur für Arbeit rechnet allerdings 2007 lediglich mit einem Rückgang der durchschnittlichen Arbeitslosenzahl um 200 000.

Zusätzlich zu den erwarteten Einkommenssteigerungen erhöhe sich auch beschäftigungsbedingt das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte. "Dies schafft eine wesentliche Voraussetzung für einen Zuwachs des privaten Konsums." Dieser wird in diesem Jahr trotz der Mehrwertsteuererhöhung voraussichtlich um 0,3 Prozent zulegen nach einem Plus von 0,6 Prozent im vergangen Jahr. Bei den Bruttolöhnen und -gehältern wird ein Zuwachs von nominal 1,2 Prozent erwartet nach einem Anstieg von 0,7 Prozent im vergangenen Jahr.

Die Inlandsnachfrage insgesamt werde 0,9 Prozent steigen. Im vergangenen Jahr fiel das Plus mit 1,8 Prozent noch doppelt so hoch aus. Bei den Exporten wird ein Anstieg um 7,9 Prozent erwartet (2006: 12,4 Prozent), bei den Importen um 6,8 (12,1) Prozent.

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