Bund macht 48 Milliarden Euro neue Schulden

Düsseldorf - Der Bund wird im ablaufenden Jahr nach Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) knapp 48 Milliarden Euro neue Schulden machen. Das ist immerhin weniger als berechnet.

“Das wären etwa zwei Milliarden Euro weniger, als das Bundesfinanzministerium zuletzt vorhergesagt hat“, sagte IfW-Finanzexperte Alfred Boss dem Düsseldorfer “Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).

Machen Sie mehr aus Ihrem Geld: Hier geht's zum großen Finanzrechner

Anfang des Jahres war die Bundesregierung noch davon ausgegangen, dass sie gut 80 Milliarden Euro neue Schulden machen muss. Im Laufe des Jahres revidierte sie diese Marke mehrfach nach unten. Zuletzt kündigte sie an, ganz knapp unter der Grenze von 50 Milliarden Euro bleiben zu wollen.

2011 werde der Bund dann nur noch gut 44 Milliarden Euro neue Kredite benötigen, schätzt das IfW ? 5 Milliarden Euro weniger, als Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in den Bundeshaushalt 2011 eingestellt hat. 2012 könnte das Defizit dann um weitere rund 7,5 Milliarden Euro sinken, prognostiziert Boss.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erwärmung der Ostsee könnte Heringsfischer hart treffen
Der Hering gehört zu den beliebtesten Speisefischen hierzulande. Doch Wissenschaftler warnen: Die Bestände in der Ostsee könnten wegen der Wassererwärmung drastisch …
Erwärmung der Ostsee könnte Heringsfischer hart treffen
Italien hebt Wirtschaftsprognosen an
Rom (dpa) - Italien hat seine Prognosen für die Wirtschaftsleistung in diesem und im kommenden Jahr angehoben. "Wir haben höhere und solidere Wachstumszahlen als …
Italien hebt Wirtschaftsprognosen an
Nach May-Rede: Moody's stuft Kreditwürdigkeit Großbritanniens ab
Kurz nach der Rede der britischen Premierministerin Theresa May hatte die US-Ratingagentur Moody's ihre Einschätzung der Kreditwürdigkeit Großbritanniens bereits nach …
Nach May-Rede: Moody's stuft Kreditwürdigkeit Großbritanniens ab
Autoindustrie kann Diesel-Updates steuerlich absetzen
Berlin (dpa) - Die deutsche Autoindustrie kann die Kosten für die Software-Updates bei Millionen Dieselautos steuerlich absetzen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" …
Autoindustrie kann Diesel-Updates steuerlich absetzen

Kommentare