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Der Protest der Aktionäre vor der Hauptversammlung war vergebens.

Bund nimmt letzten HRE-Anlegern die Aktien ab

München - Die letzten Aktionäre der Immobilienbank Hypo Real Estate werden ihre Anteile nach der umstrittenen Zwangsverstaatlichung des Konzerns spätestens nächste Woche verlieren.

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Wie der Bankenrettungsfonds SoFFin am Mittwoch mitteilte, werden die Aktien in den kommenden Tagen aus den Depots der Aktionäre ausgebucht. “Zeitgleich wird im Gegenzug die Summe der Barabfindung auf ihr Konto übertragen.“

Der Prozess solle binnen einer Woche abgeschlossen sein. In der vergangenen Woche hatte der Bund bei einer außerordentlichen Hauptversammlung in München gegen den Willen vieler Aktionäre den Zwangsausschluss der Anleger beschlossen und die HRE damit zu 100 Prozent in seinen Besitz gebracht.

Die Anleger erhalten eine Abfindung von 1,30 Euro je Aktie. Zahlreiche Aktionäre sprachen von einer Enteignung und wollen gegen das sogenannte Squeeze Out klagen. Viele von ihnen hatten ihre Anteile vor der Krise gekauft - als die HRE-Aktie noch im DAX notiert war und 50 Euro oder mehr kostete.

Vor einem Jahr stand die HRE im Strudel der Finanzkrise kurz vor dem Kollaps und musste in einer dramatischen Aktion vom Bund und anderen Banken aufgefangen werden. Eine Pleite des Konzerns hätte damals aus Sicht der Bundesregierung katastrophale Folgen für den Finanzplatz Deutschland gehabt.

Inzwischen hat die HRE Kapitalhilfen und Staatsgarantien von mehr als 100 Milliarden Euro erhalten, um nicht zu kollabieren.

dpa

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