Bundesagentur will Zahl der Hartz-IV-Empfänger deutlich senken

München - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will im kommenden Jahr die Zahl der Hartz-IV-Empfänger deutlich senken. So sollen mehr als 900 Millionen Euro eingespart werden.

Darauf haben sich die Agentur und das Arbeitsministerium verständigt, berichtet die “Süddeutsche Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Danach sollen die Jobcenter 2011 dafür sorgen, dass im Vergleich zum Vorjahr sieben Prozent mehr der Hartz-IV-Empfänger in Arbeit kommen oder eine Ausbildung beginnen.

Im zu Ende gehenden Jahr wurden nach BA-Angaben etwa 950.000 Hartz-IV-Empfänger in den Arbeitsmarkt integriert. Die für 2011 geplanten Einsparungen würden sich allein aus dem Rückgang der erwerbsfähigen Hilfsbedürftigen und den erwarteten Erfolgen bei der Vermittlung ergeben, sagte eine BA-Sprecherin.

Auch bei Erwerbslosen, die Arbeitslosengeld I aus der Arbeitslosenversicherung beziehen, will die BA ihre Vermittlungserfolge verbessern. So soll im nächsten Jahr 16 Prozent der Arbeitnehmer, die eine Kündigung erhalten haben und sich deshalb bei einer Arbeitsagentur melden, sofort wieder ein Job vermittelt werden. 2010 waren es 12 Prozent.

Die Ziele der BA stützen sich auf optimistische Konjunkturprognosen und eine günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das zur Nürnberger Bundesagentur gehört, erwartet im neuen Jahr durchschnittlich 2,96 Millionen Jobsuchende. Insgesamt soll die Arbeitslosigkeit damit um 280.000 Personen zurückgehen.

dapd

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