Hubertus Heil wird SPD-Generalsekretär in Berlin

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Bundesbank-Chef Weber tritt zurück.

Wird Bundesbank-Chef Weber der neue Ackermann?

Berlin/Frankfurt - Bundesbank-Präsident Axel Weber schweigt. Doch hartnäckig halten sich Gerüchte, der 53-Jährige könnte den zehn Jahre älteren Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann beerben.

Was es übrigens bisher nie gab bei der Deutschen Bank - ein von außen eingekaufter Vorstandschef. Bisher wurde immer einer der Vorstände auf den Chefposten befördert. Auch aus dem Rennen um die Nachfolge von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet ist Weber noch nicht endgültig, auch wenn mancher Beobachter seine Chancen rapide schwinden sieht. Weber, sonst nicht um ein deutliches Wort verlegen, ließ seine berufliche Zukunft am Mittwoch unkommentiert.

“Die Deutsche Bundesbank dementiert Gerüchte über eine bevorstehende Mitteilung zur beruflichen Zukunft von Bundesbankpräsident Prof. Dr. Axel A. Weber“ - mehr als diese Ein-Satz-Erklärung rang sich die Notenbank in Frankfurt nicht ab. Aus Kreisen verlautete immerhin: Der seit April 2004 amtierende Präsident habe in einer vertraulichen Runde angedeutet, dass er “nicht unbedingt“ eine zweite Amtszeit bei der Deutschen Bundesbank anstrebe. Das hieße Abschied spätestens im Frühjahr 2012. “Im Prinzip ist damit alles noch möglich“, befand EZB-Beobachter Thorsten Polleit, Chefsvolkswirt Deutschland bei Barclays Capital.

Der Verzicht auf eine zweite Amtszeit bei der Bundesbank bedeute nicht zugleich, dass Webers im Rennen um den Chefsessel der Europäischen Zentralbank (EZB) aufgebe. Doch die Chance Webers, am 1. November die Nachfolge des Franzosen Trichet anzutreten und erster deutscher EZB-Präsident zu werden, halten viele Experten für eine rein theoretische. Vor allem bei den Franzosen und in Südeuropa ist der Widerstand gegen den geldpolitischen Hardliner (“Falke“) aus der Pfalz groß. Den Mund hat sich Weber, dessen Expertise in Sachen Geldtheorie und Währungspolitik unbestritten ist, nie verbieten lassen - auch nicht mit Rücksicht auf seine mögliche Karriere.

Obwohl auf Vorschlag des damaligen Bundesfinanzministers Hans Eichel (SPD) berufen, zögerte er nicht, die seinerzeit von der rot-grünen Bundesregierung vorangetriebene Aufweichung des europäischen Stabilitätspaktes heftig anzugreifen. Im vergangenen Jahr sorgte Weber wiederholt für Schlagzeilen mit scharfen Worten gegen den Tabubruch der EZB, Staatsanleihen maroder Euro-Länder aufzukaufen. Der FDP-Finanzexperte Fank Schäffler sagte “Handelsblatt Online“, ein Wechsel Webers in die private Wirtschaft wäre “ein schwerer Rückschlag für die weitere Entwicklung des Euro“: “Weber wäre als Trichet-Nachfolger der Garant für eine Stabilitätskultur im Sinne der Deutschen Mark gewesen.“

dpa

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