Bundesbank: Das Leben wird noch teurer

München - Die Deutsche Bundesbank rechnet mit weiter stark steigenden Verbraucherpreisen. Dies geht aus dem aktuellen Monatsbericht hervor. Vor allem Energie dürfte sich demnach erneut verteuern. Schuld sind die kräftig gestiegenen Rohölpreise. Zudem haben viele Energieanbieter zum Jahreswechsel Erhöhungen für Strom und Gas angekündigt.

Im Oktober lag die Jahresteuerungsrate nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wie bereits im September bei 2,4 Prozent. Sie erreichte damit den höchsten Stand seit zwei Jahren. In der Eurozone lag die Teuerungsrate sogar bei 2,6 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht Preisstabilität bei einem Wert von knapp unter zwei Prozent gewährt.

Preistreiber waren im Oktober vor allem Benzin (plus 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) und Strom (plus acht Prozent). Aber auch für Milch, Butter und Brot mussten die Verbraucher deutlich tiefer in die Tasche greifen. So stieg der Butterpreis gegenüber Oktober 2006 um rund 46 Prozent.

Eine Entspannung bei den Verbraucherpreisen erwartet die Bundesbank erst im kommenden Frühjahr. Dazu werde auch beitragen, dass die Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 sich im nächsten Jahr nicht mehr auf die Teuerungsrate auswirke.

Parallel mit dem Anstieg der Verbraucherpreise sind nach Einschätzung der Bundesbank auch die Konjunkturrisiken größer geworden. So belasten die Preissteigerungen nicht nur die Privathaushalte, sondern auch die Unternehmen.

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