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Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt zum jetzigen Zeitpunkt vor einer massiven Ausweitung des Euro- Rettungsschirms EFSF.

Warnung vor Ausweitung des Rettungsschirms

Berlin - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt zum jetzigen Zeitpunkt vor einer massiven Ausweitung des Euro- Rettungsschirms EFSF. Auch ein anderer sieht die Entwicklung äußerst skeptisch.

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“Die Krise wird nicht durch eine ständige Vergrößerung der Rettungsschirme gelöst werden“, sagte er unmittelbar vor Beginn des EU-Krisengipfels in Brüssel im Gespräch mit Bild am Sonntag. Weidmann verwies darauf, dass mit der in der Euro-Gruppe diskutierten Versicherungslösung, die die Garantiesumme des Rettungsfonds vervielfachen soll, höhere Risiken für den deutschen Steuerzahler verbunden sind. “Mit der Größe des Hebels steigt selbstverständlich das Risiko.“

Noch kritischer sieht der Bundesbank-Chef die französische Forderung, den Euro-Rettungsschirm EFSF mit einer Banklizenz, also unbegrenzten Mitteln, auszustatten. “Das wäre eine Staatsfinanzierung über die Notenpresse und damit aus meiner Sicht ein fataler Weg. Er ist deshalb aus guten Gründen durch die EU-Verträge untersagt.“

Nach den Worten Weidmanns müssen die Regierungen der Euro-Staaten “jetzt eine klare Richtungsentscheidung treffen, wie es mit der Währungsunion weitergehen soll“.

Bankenpräsident fordert Schuldenschnitt für Griechenland

Andreas Schmitz soll bis März 2013 Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken bleiben.

Der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, Andreas Schmitz, fordert unterdessen einen Schuldenschnitt von mindestens 50 Prozent für Griechenland. Gleichzeitig müsse die Eigenkapitalbasis der Banken gestärkt werden, sagte Schmitz der Düsseldorfer Rheinischen Post laut Vorabbericht. “Die europäischen Banken, die dadurch viel Geld verlieren und dann zu wenig Kapital haben, müssen frisches Geld bekommen. Aber bitte nicht mit der Gießkanne“, sagte er.

Von der Politik forderte Schmitz in der Euro-Krise mehr Führung. “Der Politik fehlt eindeutig Entscheidungskraft. Europa braucht mehr politische Führung. Irgendwann muss man sich entscheiden, was man will“, sagte der Bankenpräsident.

dpa/dapd

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