Bundesbank: Trübe Aussichten für die Wirtschaft

Frankfurt/Main - Die Euro-Krise hinterlässt immer tiefere Spuren. Jetzt blickt auch die Bundesbank unglücklich in die Zukunft: Die deutsche Wirtschaft werde in den kommenden Monaten an Fahrt verlieren.

Die Konjunkturaussichten für das Winterhalbjahr 2011/2012 hätten sich weiter eingetrübt, schrieb die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Der Auftragseingang habe bereits spürbar nachgelassen. Die Erwartungen der gewerblichen Wirtschaft seien nochmals gesunken.

“Insbesondere der Industrie dürfte es bei deutlich abgeschwächter Nachfragedynamik schwerfallen, das auch durch Sondermaßnahmen im Sommer erhöhte Fertigungsvolumen in den kommenden Monaten saisonbereinigt zu halten“, erklärte die Bundesbank. Für das dritte Quartal 2011 erwarten die Experten aber noch einmal ein kräftiges Wachstum.

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“Harte“ Konjunkturindikatoren wie Industrieproduktion zeigten in den ersten beiden Monaten des Quartals nach oben. Nach einem spürbaren Rückgang im zweiten Vierteljahr dürfte auch der private Verbrauch etwas zulegt haben. “Die Einzelhandelsumsätze werden den Vorquartalswert wohl übertreffen“, schrieb die Bundesbank. Zudem hätten sich die privaten Neuwagenzulassungen deutlich erhöht. Die Bauwirtschaft dürfte im Sommer das hohe Produktionsniveau der Frühjahrsmonate zumindest gehalten haben.

Vergangene Woche hatten bereits die führenden Forschungsinstitute ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum deutlich nach unten revidiert. Sie erwarten für das kommende Jahr nur noch einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,8 Prozent nach 2,9 Prozent im laufenden Jahr. Im Frühjahr hatten die Forschungsinstitute für 2012 noch ein Wachstum von 2,0 Prozent vorhergesagt.

dpa

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