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Wer "Erotik"-Zimmer in einem Bordell an Prostituierte vermietet, muss dafür den vollen Steuersatz zahlen. Ein Puff sei kein Hotel, für das ein ermäßigter Steuersatz gelte.

Grundsatz-Entscheidung

Bundesfinanzhof stellt klar: "Puff ist kein Hotel"

Berlin - Wer "Erotik"-Zimmer in einem Bordell an Prostituierte vermietet, muss dafür den vollen Steuersatz zahlen. Ein Puff sei kein Hotel, für das ein ermäßigter Steuersatz gelte.

Das entschied der Bundesfinanzhof (BGH) in einem am Mittwoch in München veröffentlichten Urteil. (Az. V R 18/129)

Das Gericht verwies darauf, dass Bordelle im Gegensatz zu Hotels keine Zimmer zur "Beherbergung" vermieteten, sondern Prostituierte in den Räumen ihren "gewerblichen Tätigkeiten" nachgingen. Im Streitfall hatte ein Bordellbetreiber sogenannte Erotikzimmer an Prostituierte zum Tagespreis von bis zu 170 Euro vermietet und bei der Umsatzsteuer den ermäßigten Steuersatz für Hotels angewandt.

afp

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