Bundeskanzler: Drei Landesbanken genügen

- Frankfurt - Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Bankenwelt in Deutschland zu schnellen Reformen aufgerufen. Vor allem die privaten Banken müssten endlich mit einem Konsolidierungskurs beginnen, sagte Schröder auf dem 21. Sparkassentag.

"Wir brauchen ein Institut, das aus Deutschland heraus global tätig werden kann", betonte der Kanzler. Es sei die "Pflicht der Banken, eine, besser zwei europataugliche Institute" zu schaffen. Hier müsse man "im ersten Halbjahr in die Strümpfe kommen". Andere in Europa hätten hier ihre Hausaufgaben früher gemacht als die Deutschen. Dies sei aber kein Politikversagen, sondern eine "Unterlassung des Managements". Die Sparkassen seien mit ihrem Konzentrationsprozess auf einem "richtigen Weg", lobte der Kanzler. Konsolidierung heiße eben auch, keine Angst vor Konzentration zu haben, wenn dies betriebswirtschaftlich sinnvoll sei.<BR><BR>Um die Strukturen europafähig zu machen, hätten die Landesbanken diesen Konzentrationsprozess allerdings noch vor sich. Derzeit gebe es zu viele Spitzeninstitute der Sparkassen. "Mit drei könnte man schon zurechtkommen", erklärte der Kanzler und forderte damit eine drastische Verringerung der heute elf Landesbanken.<BR><BR>Es mache aber Sinn, in Deutschland ein Drei-Säulen-Modell aus Privatbanken, öffentlich-rechtlichen und Genossenschaftsbanken beizubehalten.<BR>

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