Bundeskartellamt: Geplante TÜV-Fusion schadet dem Wettbewerb

Bonn/Frankfurt/München - Die geplante Fusion der Prüfunternehmen TÜV Süd und TÜV Rheinland würde nach Einschätzung des Bundeskartellamtes zu Wettbewerbsverzerrungen führen.

Die Behörde beabsichtige, die Fusion in der geplanten Form zu untersagen, sagte eine Sprecherin am Donnerstag in Bonn. Das geplante Unternehmen würde insbesondere in den gerade erst liberalisierten Marktbereichen der Überprüfung von Fahrstühlen, Druckgeräten und explosionsgefährdeten Anlagen eine marktbeherrschende Stellung gewinnen. Die Beteiligten seien schriftlich abgemahnt und um weitere Stellungnahmen bis zum 20. August gebeten worden.

"Die Abmahnung ist eine Vorstufe zur Untersagung. Sie signalisiert: So wie die Fusion zurzeit geplant ist, würden wir sie untersagen", erläuterte die Sprecherin. Die Fusionsparteien hätten nun noch einmal die Gelegenheit, ihre Pläne anzupassen. Ob solche Bemühungen im konkreten Fall von TÜV Süd und TÜV Rheinland Erfolg haben könnten, wollte die Sprecherin nicht sagen, das müsse man abwarten. Das Kartellamt werde seine Entscheidung bis zum 29. August bekanntgeben. Ein Sprecher des TÜV Rheinland in Köln wollte das Verfahren nicht kommentieren.

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