Bundesländer wollen deutsches Lotto schützen

Banken sollen Internet-Lotto ausbremsen

Berlin - Die Bundesländer wollen ihre Lottogesellschaften vor internationaler Konkurrenz schützen, indem sie Banken und Kreditkartengesellschaften Überweisungen an ausländische Glücksspielvermittler untersagen.

„Die ersten Untersagungen werden voraussichtlich kurzfristig ausgesprochen“, kündigte das niedersächsische Innenministerium, das bundesweit für solche Maßnahmen zuständig ist, auf Anfrage der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ/Donnerstag) an. Es sei ein „vollumfänglicher Vollzug“ geplant. Welche Firmen vom deutschen Markt verbannt werden, sagte das Ministerium dem Bericht zufolge nicht. Gespräche mit der Bankenaufsicht und Bankenverbänden liefen bereits.

Laut „SZ“ bieten Firmen wie Tipp 24 aus Großbritannien Einsätze auf das deutsche Zahlenlotto an. Aus Sicht der Länder agierten sie illegal aus dem Ausland. Sie hätten mit dem Veranstalter der Ziehung, dem Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB), keine Verträge und zahlten auch keine Steuern in der Bundesrepublik. Deutsche Lottospieler zahlten per Bankeinzug oder Kreditkarte. Dort wollten die staatlichen Lottogesellschaften und deren Inhaber nun den Hebel ansetzen.

Tipp 24 wies dem Bericht zufolge die Vorwürfe zurück und warf den deutschen Lottogesellschaften vor, sie wollten „private Konkurrenz vernichten“. Man habe eine britische Lizenz und werde dort reguliert.

dpa

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