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Mehrere Bundesländer zögern, staatliche Finanzhilfen an Schlecker zu zahlen.

Bundesländer zögern bei Schlecker-Rettung

Stuttgart - Die insolvente Dorgeriemarktkette Schlecker könnte staatliche Finanzhilfen bekommen. Doch mehrere Bundesländer zögern mit Zahlungen. Sie glauben offenbar nicht an eine Rettung. 

Mehrere Bundesländer stehen möglichen staatlichen Finanzhilfen für die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker reserviert gegenüber. Eine Umfrage der „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstag) unter den Wirtschaftsministerien der Länder ergab, dass bisher kaum ein Land aktiv seine Unterstützung anbietet. Von 13 Bundesländern, die an der Umfrage teilgenommen haben, ließen lediglich das Saarland, Thüringen und Hamburg die Bereitschaft erkennen, sich zu beteiligen. Die übrigen Länder wollen noch prüfen, ob die Voraussetzungen vorliegen beziehungsweise reagierten skeptisch.

„Die vorläufige Rettung offenbar nicht rentabler Schlecker-Filialen durch die öffentliche Hand ist aller Voraussicht nach nicht nachhaltig“, sagte etwa der Sprecher von Birgitta Wolff (CDU), Wirtschaftsministerin in Sachsen-Anhalt. „Dies gefährdet im schlimmsten Fall Arbeitsplätze bei Mitbewerbern von Schlecker, die ihre Geschäfte rentabel führen“, sagte der Sprecher. Falls entsprechender Antrag eingehe, werde er jedoch geprüft.

Zuvor hatte der baden-württembergische Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) dem Unternehmen Bürgschaften für eine Transfergesellschaft versprochen. Das Angebot gilt auch für den Fall, dass sich ein seriöser Investor zur Rettung des Unternehmens findet. Winfried Kretschmann (Grüne) sieht den Bund in der Pflicht, das Bundeswirtschaftsministerium verweist auf die Länder. Zuständig sei Baden-Württemberg. Da es Betriebsstätten in fast allen Bundesländern gibt, müssten sich die Länder untereinander über die Verteilung des Risikos einigen.

dpa

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