Bundesliga-Spiele live bei Arena: Alles andere als ein Schnäppchen

- Ab heute Abend rollt die Kugel wieder, die erste Fußball-Bundesliga startet. Fans, die sich die Spiele im Fernsehen ansehen möchten, müssen sich allerdings umstellen: Der Anbieter Arena hat die Pay-TV-Rechte von Premiere übernommen. Doch der Weg zum neuen Bezahlfernsehen ist nicht nur beschwerlich, sondern auch teuer. Wer seine TV-Programme mit einer Satellitenschüssel empfängt, benötigt ein Arena- taugliches Empfangsgerät.

Da die wenigsten der sogenannten Receiver dieses Kriterium erfüllen -auch nahezu alle Premiere-Decoder nicht –, ist eine Neuanschaffung notwendig, die mit etwa 100 Euro zu Buche schlägt. Hinzu kommt eine Aktivierungsgebühr von 29,95 Euro und die monatliche Gebühr in Höhe von 19,90 Euro. Bei Kabelfernseh-Empfängern kommt es bei der Vertragsgestaltung auf den Anbieter an.

Die meisten bayerischen Haushalte werden von "Kabel-Deutschland" (KDL) versorgt. Da Arena von KDL keine Sendelizenz bekommen hat, kooperiert der neue Bundesliga-Sender mit dem früheren Rechteinhaber Premiere und nutzt einen Premiere-Kanal. KDL-Kunden, die künftig Bundesliga live sehen wollen, müssen ihr Arena-Abo deswegen über Premiere abschließen. Wer keinen Premiere-tauglichen Receiver besitzt, muss etwa 100 Euro für einen neuen ausgeben.

Die Anschlussgebühr bei "Premiere" beträgt 29,95 Euro. Zu den Kabel-Gebühren kommt noch die monatliche Abo-Gebühr von 14,90 Euro dazu. Wer sich für ein Pay-TV-Bundesliga-Abo entscheidet, sollte die Kosten genau hinterfragen. Da "Arena" derzeit fast ausschließlich Bundesligaspiele überträgt, werden aufgrund der Sommer- und Winterpause nur neun Monate lang Live-Spiele gezeigt. Da "Arena" ausschließlich 12- oder 24-Monats-Abos anbietet, muss der Abonnent trotzdem das gesamte Jahr seinen monatlichen Abo-Preis bezahlen.

Rechnet man die gesamten Kosten von ca. 364 Euro (Abo, Decoder, Sat-Bereitstellungsgebühr, Aktivierungsgebühr) auf die reinen Bundesliga-Monate um, so kostet der TV-Fußballspaß im ersten Jahr mehr als 40 Euro (Kabel ca. 34 Euro) monatlich. Da könnte so mancher Stadionnachmittag oder der Besuch einer Sportkneipe eine wesentlich günstigere Alternative sein. Oder auch das kostenlose Fernsehen: Die ARD-"Sportschau" wird wie gewohnt am Samstag (18 Uhr) eine Zusammenfassung senden. Die Sonntagsspiele werden vom DSF (22 Uhr) zusammengefasst. Auch das ZDF-Sportstudio behält seinen Sendeplatz (22 Uhr) und berichtet von der Liga.

Die neu eingeführte Freitagsbegegnung kann allerdings auch in Kurzform ausschließlich beim neuen Pay-TV-Sender Arena verfolgt werden. Wer mit dem Abschluss des Arena-Abos noch etwas wartet, kann möglicherweise auf günstigere Abo-Pakete hoffen. Eine Option wäre beispielsweise ein eingeschränktes Bundesliga-Angebot (alle Spiele des FC Bayern oder der 60er). Arena hat bereits angekündigt, dass eine Erweiterung des Angebots möglich ist.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

DSW: Kritik auf Hauptversammlungen wird lauter werden
Deutschlands Unternehmen profitieren von niedrigen Zinsen und dem schwachen Euro. Bei vielen laufen die Geschäfte rund. Dennoch dürfte es auf den Hauptversammlungen …
DSW: Kritik auf Hauptversammlungen wird lauter werden
Lokführergewerkschaft will Alkoholverbot in Bordrestaurants
Heilbronn - Auf Gewalt und Aggressionen treffen Bahn-Mitarbeiter bei ihrer Arbeit fast jeden Tag. Oft liegt es an alkoholisierten Fahrgästen. Die Gewerkschaft der …
Lokführergewerkschaft will Alkoholverbot in Bordrestaurants
Volkswirte: Arbeitsmarkt trotz Risiken vorerst stabil
Im Februar herrscht auf dem Arbeitsmarkt in der Regel Winterpause - Experten rechnen diesmal allenfalls mit einem leichten Rückgang der Erwerbslosenzahl. Im …
Volkswirte: Arbeitsmarkt trotz Risiken vorerst stabil
Textilkonferenz in Dhaka: Katerlaune statt Feierstimmung
Bangladesch hat zuletzt viele Fortschritte bei der Sicherheit seiner Textilarbeiter gemacht. Auf einem Gipfel sollten sie diskutiert werden. Doch ein anderer Konflikt …
Textilkonferenz in Dhaka: Katerlaune statt Feierstimmung

Kommentare