Bundesregierung nominiert Weber für Amt des Bundesbank-Präsidenten

- Berlin - Der Kölner Wirtschaftsprofessor Axel Weber (47) ist offiziell von der Bundesregierung für das Amt des Bundesbank-Präsidenten nominiert worden.

<P>Wie Finanzminister Hans Eichel (SPD) im Anschluss vor der Presse in Berlin mitteilte, sei auch die Bundesbank von der Entscheidung informiert worden. Nach einer Anhörung durch den Bundesbank-Vorstand werde Bundespräsident Johannes Rau gebeten, Weber zum Bundesbank-Chef zu ernennen.</P><P>Der parteilose "Wirtschaftsweise" soll Nachfolger von Ernst Welteke werden, der wegen mehrerer Affären zurückgetreten war. Auf Weber hatten sich Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Eichel zuvor verständigt. Wirtschafts- und Bankenverbände sowie Union und FDP begrüßten die Entscheidung. Weber sei hoch qualifiziert, international anerkannt und parteipolitisch unabhängig, hieß es.</P><P>Eichel zufolge ist somit die geldpolitische Kontinuität gesichert. Die Entscheidung mache klar, dass die Unabhängigkeit der Bundesbank von niemandem zu keiner Zeit in Zweifel gezogen worden sei. Zugleich kritisierte er die politischen Auseinandersetzungen: "Was die Union wider besseres Wissen angezettelt hat, war überaus schädlich." Weber freut sich nach eigenen Angaben auf die Herausforderungen. Er betonte, dass er keiner Partei angehöre. Den Umgang mit den Goldreserven werde er erst im Vorstand der Bundesbank diskutieren.</P>

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