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Laut einem Zeitungsbericht möchte die Bundesregierung EADS-Anteile kaufen.

Regierung weist angeblichen Kauf von EADS-Anteilen zurück

Hamburg - Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums hat einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach die Bundesregierung den Daimler-Anteil am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS kaufen möchte.

Die Staatsbank KfW soll einem Zeitungsbericht zufolge als Käufer für die EADS-Anteile einspringen, die der Autobauer Daimler abstoßen will. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums wies einen entsprechenden Bericht der “Financial Times Deutschland“ am Montag allerdings umgehend zurück. “Es gibt weder konkrete Planungen noch Festlegungen für eine Übernahme des Daimler-Anteils an EADS durch die KfW“, sagte der Sprecher.

In dem Bericht hieß es unter Berufung auf einen ranghohen Regierungsmitarbeiter, die KfW solle die 7,5-Prozent-Beteiligung Daimlers aufkaufen, weil kein anderer Interessent zu finden sei. Damit wolle Berlin die Machtbalance bei EADS erhalten. Daimlers Beteiligung ist derzeit noch ein Gegengewicht zu den 22,5 Prozent, die dem französischen Staat und dem französischen Medienkonzern Lagardère gehören.

Suche nach privatem Investor

Am wahrscheinlichsten sei es, dass die Staatsbank KfW rund 2,5 Milliarden Euro ausgibt für den Kauf von Daimlers 7,5 Prozent sowie für weitere 7,5 Prozent, die der Autobauer 2012 abstoßen könnte, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf einen FDP-Abgeordneten.

Der Sprecher des Wirtschaftsministeriums wies diese Darstellung zurück. Im Mittelpunkt stehe die Suche nach einem privaten Investor, diese werde in den kommenden Wochen erst beginnen. Darauf hätten sich die beteiligten Ressorts der Bundesregierung mit Daimler verständigt.

dapd

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