Bundesweite Razzia bei 120 Müllfirmen

- Bonn - In einer bundesweiten Großrazzia haben Fahnder des Bundeskartellamts und der Kölner Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf verbotene Absprachen bundesweit 120 Unternehmen der Müllbranche durchsucht.

<P>Bei den Ermittlungen seien Angebote bei Ausschreibungen zur Entsorgung von Verpackungsmüll mit dem "Grünen Punkt" des Dualen Systems (Köln) im Visier der Ermittler, teilte das Bundeskartellamt in Bonn mit. Solche Absprachen verstoßen laut Kartellamt gegen das Wettbewerbsrecht und sind auch eine Betrugs- Straftat.</P><P>Das Duale System beauftragt lokale Entsorger, gebrauchte Verpackungen mit dem "Grünen Punkt" über die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack von Privathaushalten zu sammeln und zu sortieren. Im April dieses Jahres wurden vom Dualen System erstmals solche Verträge im Gesamtvolumen von etwa 3,6 Milliarden Euro ausgeschrieben.</P><P>Insgesamt seien bei den Durchsuchungsaktionen mit Unterstützung der Kriminalpolizei mehr als 300 Beamte im Einsatz gewesen, berichtete das Kartellamt. Die Bonner Wettbewerbsbehörde führt gemeinsam mit der Kölner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen.<BR></P>

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