Bush verteidigt Notmaßnahmen der Fed in Finanzkrise

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Washington (dpa) - US-Präsident George W. Bush hat die Krisenintervention der US-Notenbank (Fed) zur Stabilisierung der schwer angeschlagenen Finanzmärkte gelobt. "Die Notenbank hat schnell gehandelt, um Ordnung in die Finanzmärkte zu bringen."

Das sagte Bush bei einem Treffen mit Finanzminister Henry Paulsen und weiteren Wirtschaftsberatern im Weißen Haus. Man befinde sich in schwierigen Zeiten. "Aber es ist ebenso sicher, dass wir starke und entschlusskräftige Maßnahmen ergriffen haben", sagte der Präsident. Die USA hätten die Situation "im Griff".

Die Fed hatte bei einer Krisensitzung am Sonntagabend ein Maßnahmenpaket zur Beruhigung der Finanzmärkte beschlossen. So wurde der Diskontsatz, zu dem sich Banken bei der Fed kurzfristig mit Liquidität versorgen können, um ein Viertel Prozentpunkt auf 3,25 Prozent gesenkt und dieses Kreditprogramm, das bislang nur den Handelsbanken offenstand, auch für Investmentbanken geöffnet. Außerdem wurde der Notverkauf der unerwartet nahe vor dem Konkurs stehenden Investmentbank Bear Stearns an die drittgrößte US-Bank J.P. Morgan Chase durch einen Kredit in Höhe von 30 Milliarden Dollar abgesichert.

Der Notverkauf von Bear Stearns zum Preis von nur gut 230 Millionen Dollar sei nötig gewesen, um die Investmentbank vor einem Konkurs zu retten, der sich auch auf weitere Institute hätte auswirken können, so Finanzminister Paulsen. "Es war eine leichte Entscheidung, es war das richtige Resultat", sagte er nach dem Treffen mit Bush.

Schon vor dem Treffen hatte sich Bush zuversichtlich über die Lage auf den US-Finanzmärkten geäußert. "Unsere Finanzinstitute sind stark und ... unsere Kapitalmärkte funktionieren effektiv und effizient."

Die Börsen reagierten am Montag nervös auf die Maßnahmen der Fed. In Asien und Europa kam es zu panikartigen Abschlägen. Euro, Gold und Rohöl erreichten erneut Rekordstände. An der Wall Street drehte der Leitindex Dow Jones nach anfänglichen Verlusten im Tagesverlauf dagegen ins Plus und schloss gut behauptet.

Die US-Notenbank wird am Dienstag erneut über eine Zinssenkung beraten. Dann geht es um den Leitzins, der momentan bei 3,0 Prozent liegt. Es wird erwartet, dass die Fed den Zins um bis zu einen Prozentpunkt abgesenkt.

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