Bush will Reserven angreifen

- Washington - US-Präsident George W. Bush will nach Hurrikan "Rita" zum zweiten Mal innerhalb eines Monats auf die strategische Erdölreserve der USA zurückgreifen. Raffinerien sollten mit Rohöl aus der Reserve versorgt werden, damit Produktionsausfälle nicht zu Lasten der Konsumenten gingen, sagte Bush am Montag in Washington.

Außerdem solle die Umweltbehörde Kraftstoffvorschriften für den Winter lockern, so dass einfacher Benzin auf den europäischen Märkten gekauft werden könne. Weiterhin dürften Schiffe unter fremder Flagge mit einer befristeten Ausnahmegenehmigung Treibstoff von einem Hafen in den USA zum anderen transportieren, um Engpässe zu beseitigen.

Der Präsident appellierte an die Autofahrer in den USA, auf unnötige Fahrten zu verzichten. Er empfahl, öffentliche Transportmittel zu benutzen oder Fahrgemeinschaften zu bilden.

Bush sprach sich außerdem dafür aus, die Raffineriekapazitäten in den USA zu erhöhen, um die Nachfrage zu decken. Die beiden Hurrikans hätten gezeigt, wie anfällig die Balance zwischen Angebot und Nachfrage sei. Beide Hurrikans hätten zu Ausfällen von 5,4 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag geführt. Eine Million Barrel sei zurück am Markt.

Die Verarbeitung von weiteren 1,8 Millionen Barrel könne relativ kurzfristig wieder aufgenommen werden, weil der Hurrikan eine Vielzahl von Raffinerien in Texas nicht getroffen habe, sagte Bush. Zwei große Benzinleitungen, die den Mittleren Westen der USA versorgen, sollen spätestens kommende Woche wieder volle Kapazität haben.

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