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C&A steht wegen eines umstrittenen Pullovers in der Kritik.

Modekonzern reagiert

C&A schockiert mit Kinder-Pullover - es hagelt schwere Vorwürfe

Ein Kinder-Pullover des Modekonzerns C&A erinnert Verbraucher an einen bei Rechtsextremisten beliebten Aufdruck. Es hagelt Kritik.

Berlin - Pullover mit diesem Motiv tragen nur Neonazis - und Eltern, deren Kinder bei C&A einkaufen. So sehen das zumindest einige Verbraucher. Ihnen fiel eine verblüffende Ähnlichkeit des Kinder-Pullovers von C&A und einem bei Rechtsextremisten beliebten Kleidungsstück auf. Andere empfinden den Vergleich als weit hergeholt - dennoch steht der Modekonzern in der Kritik. 

C&A: Kritik an Farbe und Aufschrift

Auf den schwarzen Pullovern steht in Frakturschrift das Wort „Division“. Darunter ist erst weiße und dann rote Schrift abgebildet. Die Farbfolge erinnere schon an die Reichsflagge des Nationalsozialismus, berichtettaz.de. Das allein hätte vielleicht noch keinen Eklat verursacht. Doch verbunden mit der Aufschrift der Kinder-Pullover fühlten sich einige Käufer an T-Shirts und Pullover der Rechtsextremisten erinnert, die oft auf rechten Rockkonzerten getragen würden.

Ein User veröffentlichte ein Foto des umstrittenen Kleidungsstücks auf Twitter - und gleich daneben zum Vergleich die besagten Shirts.

Kritik an C&A: Aber die Meinungen sind geteilt

Der Begriff „Division“ sei in der rechten Szene weit verbreitet. Beispielsweise gebe es eine rechte Rockband namens Division Germania und eine rechtsextreme Jugendorganisation namens Division Franken, betont taz.de. 

Unter dem Tweet fanden sich viele Gleichgesinnte, die sich über die Ähnlichkeit empören. Doch auch die Gegenmeinung ist vertreten: Einige User posten Bilder von zahlreichen nicht umstrittenen Kleidungsstücken, auf denen ebenfalls das Wort „Division“ aufgedruckt sei. Der Vergleich ist ihrer Ansicht nach weit hergeholt und die Reaktion übertrieben. Die Mehrheit findet die Übereinstimmung jedoch geschmacklos - nur darüber, ob es Zufall oder Absicht war, sind sich die meisten nicht einig.

C&A zieht Konsequenzen

Unter dem Tweet entschuldigt sich C&A - und betont, dass jegliche Ähnlichkeit unbeabsichtigt sei. Der Modekonzern positioniere sich klar gegen Rassismus und nehme das Sweatshirt umgehend aus dem Sortiment.

Aus der heiklen Angelegenheit wolle der Modekonzern Konsequenzen ziehen: „Wir nehmen diesen Vorfall zum Anlass, unsere Design-, Schulungs- und Freigabeprozesse nochmal zu überprüfen,“ teilte C&A laut dem Nachrichtenportal mit.

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