Familien-Clan

C&A-Tradition geht zu Ende: Wird das Unternehmen jetzt von chinesischen Investoren aufgekauft?

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Laut Medienbericht stehe der Verkauf der Textilkette unmittelbar bevor. Gerade bei einem 175 Jahre altem Traditionshaus eine wahre Zäsur. 

Mettingen - Diese Meldung hat viele Menschen schockiert: Die C&A-Eigentümerfamilie Brenninkmeijer soll einen Verkauf des Modeunternehmens planen. Darüber hatte der „Spiegel“ vor rund zwei Wochen berichtet. Der Konzern, der weltweit 60.000 Mitarbeiter in rund 2.000 Filialen weltweit beschäftigt, soll angeblich schon bald an chinesische Investoren verkauft werden, so der „Spiegel“, die sich auf Insiderkreise beziehen.

Der Familien-Clan Brenninkmeijer. die allesamt für ihre Verschwiegenheit bekannt sind, wollten diese Informationen bisher weder bestätigen noch dementieren. Die Cofra-Holding AG, Mutter der Textilkette mit Sitz in der Schweiz, ließ lediglich bekanntgeben: „Der andauernde Umbau von C&A beinhaltet auch das Ausloten verschiedener Wege, um in Wachstumsmärkten wie China und im Digitalen Fahrt aufzunehmen und kann potentiell auch Partnerschaften und andere Arten von zusätzlichen, externen Beteiligungen beinhalten." Weiter hieß es in dem Statement: "Daher hat jede C&A-Region Möglichkeiten der Expansion mit einer Reihe von Parteien sondiert und wird das auch weiterhin, im Rahmen der Transformationsstrategie, tun."

Ob die Kette damit vor dem Aus steht, darüber lässt sich nur spekulieren. Denn: Die Familie gibt keine Geschäftszahlen bekannt.

So hat sich C&A zu einem Weltkonzern entwickelt

Der Clan zählt laut „Spiegel“ mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 20 Milliarden Euro zu den reichsten Familien in Europa. Die Brüder Clemens und August Brenninkmeijer, daher auch der Name C&A, gründeten bereits 1841 ihr erstes Konfektionsgeschäft. Was für viele Textilketten ungewöhnlich ist: Die Brenninkmeijers haben es bis heute geschafft die kompletten Anteile ihrer rund 2.000 Filialen ihr Eigen nennen zu können. Zudem gehören sie zu den verschwiegensten Unternehmen der Welt: Die Familiensippe lässt nichts an die Öffentlichkeit. Kaum einer weiß wirklich, wer zu dem Clan gehört. 

Außerdem sind sie streng in der Umsetzung ihres Managements: Die Familie kontrolliert alles selbst, sei es die Modekette C&A oder ihre eigene Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft, die über die Cofra Holding AG läuft. Auch in der Personal-Konstellation gelten strenge Regeln: Wer aus der Familie nach ganz oben will, muss praktizierender Katholik sein und einen holländischen Pass besitzen, so der „Spiegel“ weiter. Diese Regelung wurde erst kürzlich gelockert. Denn: Alain Caparros, der früher für Rewe zuständig war, leitet seit dem 01. August 2017 offiziell den Modehändler C&A. Damit tritt er als erster Externer in einer Führungsposition die Nachfolge von Philippe Brenninkmeijer an.

nm

Rubriklistenbild: © dpa

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