Capri-Sun, Capri-Sonne
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Capri-Sonne nannte sich 2017 in Capri-Sun um. Bei Fans sorgte das für Entsetzen.

Pünktlich zum Sommer

Capri-Sonne: Getränke-Klassiker überrascht in komplett neuer Variante - „Passt perfekt zusammen“

  • Josef Forster
    vonJosef Forster
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Capri-Sun ist für viele untrennbar mit Kindheitserinnerungen verknüpft. Das Fruchtsaftgetränk, bis 2017 noch Capri-Sonne, soll es bald in einem völlig neuen Segment geben - aus dem Tiefkühlregal.

Eppelheim/München - Mit Zitrone und Orange hat es angefangen: 1969 kam die Capri-Sonne im ikonischen Standbeutel auf den Markt. Das Fruchtsaftgetränk aus dem badischen Eppelheim trat seitdem einen Siegeszug um den Globus an, mittlerweile füllt die Capri-Sun in 18 Ländern die Supermarktregale. Doch nicht nur das Aussehen der Safttüte änderte sich über die Jahrzehnte, 2017 polarisierte das Unternehmen mit der Umbenennung von „Capri-Sonne“ in „Capri-Sun“. Zum Ärger vieler Kunden.

Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, dürfen sich Capri-Sun-Fans auf eine Neuerung gefasst machen. Die Innovation dürfte jedoch auf mehr Gegenliebe stoßen als die Marken-Umbenennung.

Capri-Sonne bald im Tiefkühlregal? Unternehmen vergibt erstmals Lizenz für Speiseeis

„Capri-Sun und Eis passen perfekt zusammen“, betonte Marketing-Chefin Judith Förster gegenüber der Lebensmittelzeitung. Das Unternehmen vergab kürzlich eine Speiseeis-Lizenz - zum ersten Mal in der Firmenhistorie. Das Wassereis soll vom Unternehmen DMK in Bremen produziert und vertrieben werden. Wie das Blatt weiter berichtet, soll Capri-Sun-Unternehmensinhaber Hans-Peter Wild darüber hinaus seine Beteiligung am britischen Eis-Hersteller Oppo Brothers ausgebaut haben.

Wie es scheint, macht Capri-Sun im Speiseeis-Segment ernst. Das Unternehmen aus Eppelheim bei Heidelberg kann die Expansionsmaßnahmen auf ein solides Finanzfundament stützen: Der Umsatz in Deutschland stieg im vergangenen Jahr um 18 Prozent auf knapp 100 Millionen Euro. Auch für das laufende Jahr erwartet Capri-Sun-Chef René Püchner gute Verkaufszahlen. „Wir sind im ersten Quartal erneut sehr stark gewachsen“, erklärt er gegenüber der Lebensmittelzeitung. Auch wenn sich das Fruchtsaftgetränk weiter hoher Beliebtheit erfreut, Anlass für Kritik gibt das Kult-Getränk trotzdem - nicht nur wegen des hohen Zuckergehalts.

Capri-Sun: Verpackung soll nachhaltiger werden

Das Verpackungskonzept der Capri-Sun ist wenig nachhaltig: Ein Plastikstrohhalm in einer Plastikverpackung mit der Funktion, eine aluminium-beschichtete Verpackung zu durchstechen. Als Reaktion auf steigende Umweltauflagen stellt das Unternehmen ab 2021 die Verpackung um. Ein Papierhalm soll den Einwegplastik-Halm ersetzen und so die Capri-Sun umweltfreundlicher machen.

Bislang tauschte die badische Firma nur in Portugal den Plastik- mit Papierhalm, die restlichen Märkte sollen folgen. Wie die Lebensmittelzeitung schreibt, gibt das Unternehmen die erhöhten Preise zur Beschaffung nachhaltiger Materialen an ihre Kunden weiter. So liegt der Preis für ein 10er Karton Capri-Sun derzeit bei 3,29 Euro. Wie viel das Capri-Sun-Eis kosten soll, ist bislang unbekannt. (jjf)

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