Cargolifter: Idee hat Absturz überlebt

- Berlin - Was war das für ein Projekt: Ein riesiges Luftschiff made in Germany, das gigantische Lasten zu jedem Punkt der Welt bringen sollte. Oder das kleinere Modell, das auf Beobachtungsfahrt bis in die Stratosphäre steigen sollte. Von der Idee eines deutschen "Cargolifters" ("Lastenheber") ließen sich rund 74 000 Kleinaktionäre überzeugen. Mehr als 320 Millionen Euro kamen auf diese Weise zusammen. Das Land Brandenburg gab über 40 Millionen Euro Steuergelder dazu. Nicht genug: Im Juni 2002 war alles Geld weg. Die Cargolifter AG musste wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anmelden.

Drei Jahre nach der spektakulären Bruchlandung ist Firmengründer Carl von Gablenz plötzlich wieder da. Zusammen mit einem kleinen Team hat er beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eine neue Firma ins Handelsregister eintragen lassen. Die CL Cargolifter GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) soll dem alten Projekt neuen Schwung verleihen. "Die Idee hat den wirtschaftlichen Absturz überlebt", sagt Gablenz.

Hinter dem Unternehmen (Startkapital: 250 000 Euro) stehen fünf Geldgeber, die auch schon Aktionäre der alten Cargolifter AG waren. Cargolifter-Gründer Gablenz - früher Vorstandschef - ist jetzt Vorsitzender des Aufsichtsrats. Und auch Geschäftsführer Mirko Hörbach, bislang der einzige Angestellte, war schon vor drei Jahren dabei. Im Unterschied zu früher ist bislang allerdings keine Rede davon, neue Luftschiffe selbst zu bauen. Ziel sei zunächst nur, die Idee wieder aufleben zu lassen, den Markt zu sondieren und Investoren zu finden.

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