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Cem Özdemir sieht Veränderungsbedarf in der Agrarpolitik

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Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) während einer Sitzung des Deutschen Bundestags
Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) © Christian Spicker / IMAGO

Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) sieht umfassenden Veränderungsbedarf in der Agrarpolitik. «Das bisherige System produziert nur Verlierer», sagte Özdemir am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin».

Berlin - Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) sieht umfassenden Veränderungsbedarf in der Agrarpolitik. «Das bisherige System produziert nur Verlierer», sagte Özdemir am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin». Alle, mit denen er rede, wollten Veränderungen. Die Menschen seien auch bereit, mehr Geld zu bezahlen für mehr Tierwohl, wenn es bei den Landwirten ankommt. Fleisch solle zwar kein Luxusprodukt werden und für alle bezahlbar bleiben. Özdemir betonte aber auch: «Landwirtschaft ersetzt keine Sozialpolitik.» Soziale Gerechtigkeit werde in allen Ressorts erzeugt, etwa auch über einen auskömmlichen Mindestlohn. Und zur sozialen Gerechtigkeit gehöre auch, dass die Bauern von ihrer Arbeit leben könnten.

Am Freitag will Özdemir in einer Bundestagsdebatte zu Zielen der Ampel-Koalition bei Agrar und Ernährung wichtige Eckpunkte seiner künftigen Arbeit vorstellen. Zusammengebracht werden müssten eine gesunde und bezahlbare Ernährung, Wertschätzung für die Bauern sowie die Klimaschutzziele, sagte Özdemir zuvor im ZDF-«Morgenmagazin». Kritisch äußerte er sich zum Konzentrationsprozess in der Landwirtschaft, der etwa zu großen Tierfabriken führe. «Wachse oder weiche, das will ich ändern», betonte der Grünen-Politiker. (dpa)

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