Neben Pfand

Zusätzliche Abgabe bei Einwegflaschen gefordert

Berlin - Zur Abwehr der anhaltenden Flut von Einweg- Getränkeverpackungen fordern mehrwegorientierte Verbände von der Politik jetzt klarere Kennzeichnungen auf den Flaschen.

Neben dem Pfand müsse eine Einwegabgabe von 20 Cent eingeführt werden, forderten die Deutsche Umwelthilfe (DUH), Mittelständische Brauereien, Mineralwasserbrunnen und Erfrischungsgetränke-Hersteller am Montsg in Berlin. “Die Hersteller von Getränken in Einweg- Verpackungen scheuen keine Tricks, um die gesetzlichen Regelungen zum Mehrwegschutz zu unterlaufen“, erklärte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. Dabei glaube mehr als ein Drittel der Verbraucher, dass Pfandflaschen ausschließlich Mehrwegflaschen sind und griffen deshalb im guten Glauben zu den ebenfalls pfandpflichtigen Einweggetränken.

Der Geschäftsführer des Verbandes Private Brauereien, Roland Demleitner, forderte die Bundesregierung auf, eine klarere Kennzeichnungspflicht über neue Vorgaben und eine Einwegabgabe von 20 Cent durchzusetzen. “Mehrweg-Bierflaschen werden bis zu 50 Mal wieder befüllt“, betonte er den Umweltvorteil. Nach Angaben der Verbände ist die Mehrweg-Quote für alkoholfreie Getränke sei Jahren im freien Fall. Vorstands-Mitglied Günther Guder vom Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels berichtete, der Mehrweganteil bei Mineralwasser sei inzwischen von einst 73 auf 32 Prozent abgestürzt.

dpa

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