Check24-Chef Heinrich Blase will mit Reisevergleichen den Markt aufmischen.

Vergleichsportale

Check24 will 200 Stellen in München schaffen

München – Das Vergleichsportal Check24 will an seinem Hauptsitz in München im kommenden Jahr über 200 neue Stellen schaffen; bundesweit sollen es 300 neue Arbeitsplätze sein.

Das teilte der Geschäftsführer des Internet-Portals, Heinrich Blase, in München mit.

Damit profitieren die künftigen Beschäftigten von der neuen Expansionsstrategie des Unternehmens. „Der Vergleich von Pauschalreisen soll der zukünftige Wachstumsmotor werden“, kündigte Blase an. Mit seinem Vorstoß in das Geschäft mit Hotels, Pauschalreisen, Mietwagen und Flügen will die Firma Fuß auf dem lukrativen Markt für Reiseportale fassen.

Mit der neuen Strategie sagt Check24 konkurrierenden Portalen wie Expediaund HolidayCheckden Kampf an. Bereits seit Jahresbeginn können Kunden über die Internet-Seite die Reisen großer deutscher Pauschalanbieter vergleichen. Jetzt soll das Geschäft ausgebaut und stark beworben werden. „Noch machen wir im Reisebereich Verluste“, bestätigte Blase. Bei Flügen verdiene man überhaupt nichts. Die Strategen des Unternehmens glauben aber, dass der Reise-Vergleich bis Ende 2016 Profit abwerfen wird.

Bislang vergleicht das Portal für seine Kunden vor allem Versicherungen, Finanzprodukte sowie Strom- und Gas-Angebote. „Unser Ziel bleibt es, Transparenz in komplexen Märkten herzustellen“, betonte Check24-Chef Blase.

Die Münchner verdienen ihr Geld, sobald ein Kunde über ihr Portal einen Vertrag mit einem Drittanbieter abschließt. Dafür kassiert Check24 eine Provision, beispielsweise von einer Versicherung. 2013 hatte das Unternehmen damit eigenen Angaben zufolge einen Umsatz von 207 Millionen Euro erzielt. Blase geht davon aus, den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um 30 Prozent steigern zu können.

Check24 wurde 1999 gegründet, insbesondere als Vergleichsportal von Kfz-Versicherungen – in diesem Geschäftsfeld ist das Unternehmen bis heute führend. Deutschlandweit beschäftigt die Internet-Firma 700 Mitarbeiter, davon über 600 am Standort München. Im kommenden Jahr soll die Zahl der Beschäftigten bundesweit auf 1000 steigen. Das Unternehmen befindet sich zu 90 Prozent im Besitz des Managements.  

sh

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