Chemie mit stärkstem Wachstum seit 10 Jahren

- Frankfurt - Die deutsche Chemieindustrie ist 2005 trotz hoher Rohstoffpreise so stark gewachsen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Produktion werde um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mit. Der Umsatz werde auch dank höherer Preise um sieben Prozent auf 152 Milliarden Euro zulegen. Für 2006 rechnet die Branche mit einem Produktionsplus von 2,5 Prozent und einem Umsatzanstieg von 3,5 Prozent.

Dabei wird ein Ölpreis von 55 Dollar pro Barrel und ein Wechselkurs von 1,25 Dollar zu 1 Euro angenommen. "Die Geschäftslage der deutschen Chemieunternehmen ist gut, das Wachstum der Weltwirtschaft hält an, und auch der Inlandsumsatz hat sich belebt", sagte der neue VCI-Präsident und Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Wenning. Deshalb erwarte die Branche auch 2006 eine positive Entwicklung. Die hohen Wachstumsraten dieses Jahres würden sich aber schon wegen der hohen Ausgangsbasis nicht wiederholen lassen. Trotz des starken Wachstums ging die Beschäftigung in den Chemieunternehmen 2005 um ein Prozent auf 440 600 Mitarbeiter zurück. Seit Mitte des Jahres hätten sich die Beschäftigtenzahlen aber stabilisiert.

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