Chemieindustrie mit Umsatzplus gestartet

Frankfurt/Main - Die deutsche Chemieindustrie hat die Schwächephase von Ende 2007 überwunden und ihren Umsatz im ersten Quartal auf 44,5 Milliarden Euro gesteigert.

Dies waren 5 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten des Vorjahres und 7 Prozent mehr als im letzten Quartal 2007, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt mitteilte.

Die Zahlen resultierten zu gleichen Teilen aus dem In- und dem Ausland, spiegeln aber auch gestiegene Rohstoff- und Abgabepreise wider. Die Produktion war lediglich um 1,6 Prozent höher als im ersten Quartal 2007, die Anlagen waren zu 88 Prozent ausgelastet. Der VCI bestätigte seine Prognose von 2,5 Prozent Produktionsplus für das Gesamtjahr.

Dies entspräche dem langfristigen Trend, aber nicht mehr dem Boom der vergangenen vier Jahre. Als Wachstumstreiber nannte der Verband die gute Konjunktur in Europa und die wachsende Nachfrage der Schwellenländer in Asien und Lateinamerika. Als Dämpfer sieht der VCI den starken Euro, die schwache US-Wirtschaft und den Höhenflug des Ölpreises. Das aus Erdöl gewonnene Naphtha, der wichtigste Rohstoff der Chemieindustrie, verteuerte sich im ersten Quartal 2008 um 15 Prozent.

Der Stellenzuwachs des Vorjahres hat sich 2008 zunächst nicht fortgesetzt. Die Zahl der Beschäftigten sank um 0,4 Prozent auf 434 000. Der VCI begründete dies vor allem mit der Auslagerung von Unternehmensteilen. Hersteller von Fein- und Spezialchemikalien sowie ostdeutsche Unternehmen hätten zu Jahresbeginn dagegen neue Stellen geschaffen.

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