„Leichtfertige“ Handelsbeschränkungen

China droht mit scharfen Reaktionen auf mögliche US-Strafzölle

China hat den USA wegen der geplanten Einfuhrbeschränkungen für Stahl und Aluminium mit scharfen Reaktionen gedroht.

Washington - "Wenn die endgültige Entscheidung der USA Chinas Interessen betrifft, werden wir die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um unsere Rechte zu verteidigen", erklärte Wang Hejun, ein ranghoher Vertreter des chinesischen Handelsministeriums, am Samstag.

Die USA sollen nicht "leichtfertig" Handelsbeschränkungen unter dem dehnbaren "Vorwand" der nationalen Sicherheit erlassen, fügte Wang hinzu. Zudem widersprach er der Darstellung der USA, wonach es in China eine Überproduktion an Stahl gebe. Diese Anschuldigung sei "grundlos" und entspreche nicht der Realität.

China würden die geplanten US-Strafzölle besonders hart treffen

In einem am Freitag in Washington veröffentlichten Bericht an Präsident Donald Trump hatte sich US-Handelsminister Wilbur Ross für eine Reduktion der Stahl- und Aluminiumimporte in die USA ausgesprochen. Als eine von mehreren Optionen schlug er vor, Importquoten für alle Einfuhrländer zu verhängen.

Alternativ empfahl er einen generellen Zolltarif von mindestens 24 Prozent auf Stahlimporte aus allen Ländern sowie einen pauschalen Tarif von mindestens 7,7 Prozent auf die Aluminiumimporte.

Möglich sind demnach auch besonders hohe Einfuhrzölle für Stahl- oder Aluminiumexporte aus einzelnen Ländern, darunter China. Deutschland oder die EU wurden auf dieser Liste nicht genannt. Etwa die Hälfte des weltweiten Stahls wird von China hergestellt. Dennoch stammen von dort weniger als zwei Prozent des in die USA importierten Stahls.

AFP

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