China droht Siemens und Thyssen-Krupp

- München - China legt sich mit den deutschen Transrapid-Konzernen an. Der Leiter des Schwebebahn-Projekts in Schanghai, Wu Xiangming, drohte Siemens und Thyssen-Krupp damit, andere Anbieter und Systeme vorzuziehen, falls man sich in den Verhandlungen nicht näher kommt.

"Wenn die deutsche Industrie meint, sie habe so viel Geld bezahlt, müsste alles wieder bekommen und noch hohe Profite machen, dann wird die Strecke nicht entstehen", sagte "Commander Wu" während des Schanghai-Besuchs des bayerischen Wirtschaftsministers Erwin Huber: "Derzeit gibt es eine große Distanz."

China möchte die deutsche Technik für die Verlängerung der Strecke um 170 Kilometer einsetzen - für den Kaufpreis jedoch auch Know-how erwerben, um künftige Strecken selbst bauen zu können. "Das wird der springende Punkt im Verkaufspoker", erwartet Huber nach seiner Reise nach Schanghai, Peking, Shandong und Guandong.

Für das bis 2011 geplante Münchner Projekt rechnet er noch nicht mit Konkurrenz aus Fernost. "China braucht mit Sicherheit noch zehn Jahre", sagte der CSU-Politiker unserer Zeitung. Er will sich aber nach seiner ersten Fahrt mit Tempo 431 im Transrapid ("Sensationell. Berauschend!") für eine schnelle Verwirklichung der Verbindung Hauptbahnhof-Flughafen stark machen. Huber plant weitere Gespräche mit Siemens und mit der Bundesregierung: "München ist die letzte Chance für diese Technologie in Deutschland."

Commander Wu sagte "Commander Hu" (Huber) zu, die chinesische Seite blicke ohne Neid auf eine Münchner Referenzstrecke: "Dann haben wir zwei Strecken auf der Welt und können uns gegenseitig helfen."

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