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Gefälschte Handtaschen werden in einer Asservatenkammer im Zollamt Hannover präsentiert.

Produkt-Imitate

Keiner fälscht so viel wie die Chinesen

Brüssel - China ist nach wie vor das Land, aus dem die meisten gefälschten und nachgemachten Produkte in die EU exportiert werden.

Aus dem Jahresbericht der EU-Kommission über den Schutz geistigen Eigentums geht hervor, dass gut 64 Prozent der vom Zoll abgefangenen Waren aus China kamen. Am Gesamtwert der Produktfälschungen in Höhe von knapp einer Milliarde Euro hatte China im vergangenen Jahr sogar einen Anteil von 77 Prozent.

70 Prozent der illegalen Einfuhren wurden bei Postkontrollen entdeckt. Allein in 23 Prozent der Post-Fälle ging es um gefälschte Medikamente. Den insgesamt größten Anteil an den nachgemachten Produkten hatten Zigaretten mit 31 Prozent. Außer China waren unverändert Hongkong, Bulgarien und die Türkei führend beim Export von gefälschten Produkten.

Der am Montag in Brüssel veröffentlichte Bericht spricht von etwa 40 Millionen Waren, mit denen Urheber- oder Markenrechte verletzt wurden. Im Jahr zuvor waren es 144 Millionen - der Unterschied beruht den Angaben zufolge auf einigen wenigen großen Exporten mit sehr vielen Waren. Die Zahl von 90 000 entdeckten Fällen lag nur knapp unter der des Vorjahres.

dpa

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