China: Noch 2006 der erste eigene Transrapid

- Peking - In der nordchinesischen Hafenstadt Dalian soll noch in diesem Jahr die erste von chinesischen Ingenieuren entwickelte Magnetschwebebahn gebaut werden. Das meldete die amtliche Zeitung "China Daily". Eine weitere Linie von Schanghai nach Hangzhou soll 2009 gebaut werden. Bislang ist auf einer 30 Kilometer langen Strecke in Schanghai der von Deutschland gelieferte Transrapid als einzige Magnetschwebebahn im Einsatz.

Geht die Linie nach Hangzhou tatsächlich an die Chinesen, schwinden die Chancen Deutschlands bei dieser - eigentlich als Verlängerung der bisherigen Strecke in Shanghai - gedachten Linie zum Zug zu kommen. Die einzige für künftige Exportchancen entscheidende Referenzstrecke für Fernverkehr auf Basis der Magnetschwebetechnolgie wäre dann allein in chineischer Hand.

Die erste Linie in Dailan soll nur drei Kilometer lang sein, auf der die von Chefingenieur Li Lingqun entwickelte Magnetbahn ein Tempo von rund 220 Kilometer pro Stunde erreichen soll. Das entspricht etwa den Dimensionen der ersten Transrapid-Versuchsstrecke, die in den 70er-Jahren in Münchner Norden errichtet wurde. Der Transrapid fährt bis zu 430 Kilometer pro Stunde. Aus dem Bericht von "China Daily" ging nicht hervor, was die Strecke in Dalian kosten wird. Li wurde aber mit den Worten zitiert, seine Entwicklung koste etwa die Hälfte von dem eines ausländischen Systems.

Die Forschung für seine Magnetschwebebahn sei von der Stadt Dalian finanziert worden, hieß es. Li teilte mit, ein zweites von seinem Team entwickeltes Modell könne eine Höchstgeschwindigkeit von rund 540 Stundenkilometern erreichen. Bereits in der Vergangenheit war China wegen der "Eigenentwicklung" in die Kritik geraten. Diese sei in entscheidenden Punkten dem deutschen Transrapid ähnlich, hieß es. Allerdings bestreiten die Chinesen, die westliche Transrapid-Technik abgekupfert zu haben.

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