Schulden: China will Spanien helfen

Madrid/Peking - China hat dem schuldengeplagten Spanien seine Unterstützung zugesagt. Peking sei bereit, alle denkbaren Möglichkeiten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu prüfen.

Das schrieb der chinesische Vize-Ministerpräsident Li Keqiang vor einem Spanien- Besuch in einem Beitrag für die Zeitung “El País“ (Montag). China bewerte die Reformpläne der Madrider Regierung positiv und werde deshalb auch weiterhin in spanische Staatsanleihen investieren. “Wir haben Vertrauen in Spaniens Finanzmarkt“, betonte Li, der an diesem Dienstag in Madrid erwartet wird. Bei dem Besuch sollen diverse Wirtschaftsabkommen unterzeichnet werden. Nach der Visite in Spanien (4.-6. Januar) kommt der chinesische Vizepremier nach Deutschland (6.-9. Januar), dann steht vom 9. bis 12. Januar Großbritannien auf dem Programm.

Li Keqiang wird als künftiger Regierungschef gehandelt, wenn 2012 in China der geplante Generationswechsel in der kommunistischen Führung vollzogen wird. Am Freitag trifft er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammen. China hat in den vergangenen Jahren massiv ausländische Staatsanleihen aufgekauft und ist auch aus diesem Grund immer einflussreicher geworden. Peking hatte im vergangenen Jahr bereits den kriselnden EU-Staaten Griechenland und Portugal finanziellen Beistand zugesagt. Bei dem Besuch in Deutschland steht auch ein Treffen mit Wirtschaftsvertretern auf dem Programm.

dpa

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