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Erperten warnen vor einer "starken Abschwächung". Foto: Patrick Pleul

Innere und äußere Probleme

Chinas Wachstum auf niedrigstem Stand seit 1990

Trotz des langsamsten Wachstums seit 26 Jahren scheint sich Chinas Wirtschaft zu fangen. Für das neue Jahr sehen Experten aber viele Risiken. Neben hohen Schulden und der anhaltenden Kapitalflucht müsse vor allem Donald Trump im Auge behalten werden.

Peking (dpa) - Chinas Wirtschaft ist im vierten Quartal des abgelaufenen Jahres um 6,8 Prozent gewachsen. Das berichtete das Pekinger Statistikamt. Im Gesamtjahr 2016 lag das Wachstum demnach bei 6,7 Prozent.

Obwohl die Wirtschaft damit so langsam wuchs wie seit 1990 nicht mehr, werteten Ökonomen die jüngsten Daten als Zeichen der Stabilisierung für die zweitgrößte Volkswirtschaft.

Erneut warnten Experten aber auch, dass das derzeitige Wachstumsmodell nicht nachhaltig sei. Chinas Wachstum sei noch immer zu sehr von Stimulus-Maßnahmen der Regierung abhängig, hatte der Internationale Währungsfonds (IFW) bereits in einem Bericht am Montag gewarnt. Der Wirtschaft drohe eine "starke Abschwächung", wenn Kredite weiter rasant wachsen und die Regierung nicht entschlossener gegen hohe Schulden der Unternehmen vorgehe. 

"Druck und Probleme lasten sowohl von innen als von außen auf der Wirtschaft"​, sagte der Pekinger Wirtschaftsprofessor Huang Weiping. Ein schwacher Außenhandel, die hohe Verschuldung sowie drohende Handelsstreitigkeiten mit den USA und Protektionismus unter dem neuen Präsidenten Donald Trump gehören so zu den wesentlichen Risiken für die zweitgrößte Volkswirtschaft in diesem Jahr.

Das bestätigte auch sein Kollege Zheng Chaoyu von der Pekinger Volksuniversität. "Ich denke nicht, dass die Tore zum Markt in den USA weiter offen bleiben, wenn Trump Präsident ist. Die guten Zeiten sind jetzt vorbei."​ 

Nach einem minimalen Anstieg im November waren Chinas Exporte im Dezember wieder stark zurückgegangen. Im gesamten Jahr fielen die Ausfuhren in US-Dollar bewertet um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die Importe um 5,5 Prozent abnahmen.

Peking ist dabei, das Wachstumsmodell des Landes umzubauen: Statt Billigproduzent für den Rest der Welt zu sein, sollen die heimischen Unternehmen innovativer werden und der Binnenkonsum gestärkt werden. 

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