+
Das Logo des russischen Ölkonzerns Rosneft am Hauptquartiert in Moskau. Foto: Yuri Kochetkov/Archiv

Größter Ölkonzern Russlands

Chinesischer Konzern CEFC steigt groß bei Rosneft ein

Moskau (dpa) - Neun Monate nach der Teilprivatisierung von Russlands größtem Ölkonzern Rosneft geben die Investoren Glencore und Katar 14,2 Prozent der Aktien an den chinesischen Konzern CEFC weiter.

Rosneft-Chef Igor Setschin bestätigte in Moskau eine Mitteilung des Schweizer Rohstoffhändlers Glencore. Den Angaben nach bleiben der Investitionsfonds des Golfscheichtums Katar (QIA) mit 4,7 Prozent Anteile und Glencore (0,5 Prozent) weiter Rosneft-Aktionäre.

Sie hatten als Konsortium im vergangenen Dezember 19,5 Prozent der Aktien für umgerechnet 10,5 Milliarden Euro vom russischen Staat erworben. Jetzt stoße das Konsortium den Anteil ab, der über Kredite finanziert worden sei, sagte Setschin der Agentur Interfax zufolge.

Mit CEFC China Energy stehe die endgültige Aktionärsstruktur, sagte Setschin: "Ich bin froh, dass ein chinesischer Konzern dabei ist." Der russische Staat hält 50 Prozent plus eine Aktie an Rosneft, der britischen BP gehören 19,7 Prozent. Russland baut seit Jahren die Energiepartnerschaft mit China aus.

Am 29. September soll Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) in den Aufsichtsrat des eng mit dem Kreml verbundenen Ölkonzerns gewählt werden. Russischen Medienberichten zufolge soll er Vorsitzender des Kontrollgremiums werden. Die EU hat den Staatskonzern Rosneft 2014 wegen Russlands Rolle im Ukraine-Konflikt mit Sanktionen belegt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

EU-Finanzminister kürzen schwarze Liste von Steueroasen
Wirtschaftliche Ungleichgewichte, Steueroasen, Griechenland: Die EU-Finanzminister haben bei ihrem Treffen in Brüssel eine Reihe von Dauerbaustellen abgearbeitet. Die …
EU-Finanzminister kürzen schwarze Liste von Steueroasen
Carsharing-Knaller: Car2go und Drivenow vor Fusion?
Die Autobauer Daimler und BMW wollen ihre Carsharing-Dienste zusammenlegen. Das berichtet eine Zeitung.
Carsharing-Knaller: Car2go und Drivenow vor Fusion?
Viel Vermögen in der Hand weniger Superreicher
Anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos weisen Forscher auf die weltweit ungleiche Vermögensverteilung hin. Sie sortieren dabei bekannte Zahlen neu. Das ruft bei …
Viel Vermögen in der Hand weniger Superreicher
Stromkonzerne kritisieren Energiepolitik: "Tut endlich was"
In den Koalitionsverhandlungen wird die Energiepolitik eine wichtige Rolle spielen. Eon-Chef Teyssen kritisiert die bisherigen Ankündigung als unzureichend. Seine …
Stromkonzerne kritisieren Energiepolitik: "Tut endlich was"

Kommentare